LED-Leuchten sind nicht nur sparsam, sondern auch schick. Was bei der Konzeption zu beachten ist, zweigen wir Ihnen in unserer Tipp-Serie von Cree.
(Foto: Flickr/SmartLightLiving)
Das Design von Leuchten mit LED-Komponenten hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Dennoch treten Fehler auf, die alle modernen LEDs betreffen, etwa eine elektrische Überlastung, die falsche thermische Auslegung von Designs oder Fehler beim Fertigungsprozess.
1. Elektrische Überlastung vermeiden: Der häufigste Grund für den herstellerunabhängigen Ausfall von LEDs ist Electrical Overstress, kurz EOS, also das Einwirken zu hoher Strom- und Spannungswerte. Tests von Cree ergaben, dass Hochleistungs-LEDs mit Einzelchip und vielen Kontakten widerstandsfähiger gegen EOS sind als Low-Power-LEDs mit Kunststoffgehäuse. Zudem erwiesen sich Chip-on-Board- (COB-)LEDs mit mehreren parallelen Leuchtdioden-Ketten als robuster als solche mit wenigen Ketten. Um EOS zu vermeiden, sollten Schutztechniken eingesetzt werden. Dazu gehören etwa Metalloxid-Varistoren (MOV) für den Überspannungsschutz und Thermistoren mit positivem Temperaturkoeffizient für den Überstromschutz. Ein Schutzkreislauf sollte LEDs vor Spitzen von mehr als 0,1 ms Dauer und der doppelten bis dreifachen Stärke des maximalen LED-Nennstroms schützen.
Praxiswissen rund um die LED
Was muss der Entwickler eines LED-Leuchtendesigns beachten? In unserer Serie zusammen mit LED-Experten von Cree geben wir Ihnen praktische Tipps an die Hand, die Sie für Ihre tägliche Arbeit verwenden können. Um schnell auf alle Tipp-Serien zugreifen zu können, haben wir diese hier für Sie zusammen gestellt.
2. Thermisches Design optimieren: LEDs werden meist auf eine FR-4-Leiterplatte oder Metallkernplatine gelötet, die an einem Kühlkörper angebracht wird. FR-4-Platten weisen einen höheren Wärmewiderstand auf als Metallkernplatinen. COB-LEDs werden oft an einem Kühlkörper befestigt, wobei Steckverbinder und Kühlkörper miteinander verschraubt sind. Um die Wärmeableitung zu optimieren, ist ein Wärmeleitmaterial, das sogenannte Thermal Interface Material (TIM), erforderlich. TIM schließt die Lücken zwischen COB-LED und Kühlkörper und verhindert, dass sich ein isolierendes Luftpolster bildet. Zudem sollte ein ausreichender Wärmeableitungsweg vorhanden sein.
3. Chemische Kompatibilität überprüfen: Ein weiterer Fehler ist der Einsatz ungeeigneter flüchtiger, organischer Substanzen. Sie sind beispielsweise in Klebern, Dichtungen und Verguss-Materialien enthalten und können die Lichtstromleistung oder den Farbort beeinträchtigen. Grundsätzlich sind diejenigen LEDs besonders empfindlich (herstellerunabhängig), die energiereiches blaues, königsblaues oder weißes Licht abgeben. Chemische Inkompatibilität tritt vor allem dann auf, wenn Teile des Systems versiegelt sind und kein Luftaustausch erfolgt. Dadurch steigt die Temperatur der LED. Mit dem richtigen Design und Tests lassen sich die Auswirkungen chemischer Inkompatibilität allerdings vermeiden.
Bildergalerie
4. Handhabung von LEDs während der Produktion optimieren: Typische produktionsbegleitende Probleme sind Schäden durch Feuchtigkeit. Deshalb werden LEDs oft in feuchtigkeitsdichten Moisture Barrier Bags, kurz MBBs genannt, ausgeliefert. Zum Schutz werden die LEDs vorbehandelt, was etwa durch Trocknen im Ofen erfolgen kann. LEDs aus einem MBB, die nicht verlötet wurden, sollten in einem luftdichten oder mit Stickstoff durchgespülten Behälter mit frischem Trocknungsmittel aufbewahrt werden.
Ein weiterer Stressfaktor für die LED ist das Verbiegen der Leiterplatten. Gründe hierfür sind das Anziehen von Schrauben, das Reflow-Löten und das Trennen der PCBs. Bei keramikbasierten Hochleistungs-LED-Komponenten kann das zu Mikrorissen führen. Daher sollten Schrauben an einem Kühlkörper maschinell mit einem vorgegebenen Drehmoment angezogen werden und die Boards nicht auf unebenen Oberflächen bearbeitet werden.
Originalbeitrag als ePaper oder im pdf-Format lesen
Hilfreich ist zudem, Wärmeleitpaste oder Pads gleichmäßig zu verteilen. Wird ein neues Lötverfahren implementiert, empfiehlt es sich, die Qualität der Lötverbindungen durch Tests zu überprüfen. Zu beachten sind zudem die speziellen Anforderungen von LEDs. Automatisierte Bestückungswerkzeuge sind für hohe Geschwindigkeiten und Halbleiter mit flacher Oberseite ausgelegt. LEDs mit ihrer gewölbter Oberfläche erfordern daher spezifische Prozessparameter im Bestückungssystem. Die meisten Probleme lassen sich durch eine Anpassung der Werkzeuge lösen, etwa durch Auswahl des richtigen Bestückungskopfes oder durch Nutzung einer für LEDs optimierten Beschickungseinheit (Nozzle)
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
* Nat Cannon arbeitet als Applikationsingenieur bei Cree.