Innovativste Volkswirtschaften Deutschland fällt auf Platz 11 zurück

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die deutsche Volkswirtschaft gehört nicht mehr weltweit zu den Top 10. Im aktuellen Global Innovation Index 2025 kommt Deutschland nur noch auf den elften Platz und wird von China abgelöst. Auf dem ersten Platz steht die Schweiz.

Deutschland gehört nicht mehr zu den weltweit innovativsten Volkswirtschaften. Laut dem aktuellen Global Innovation Index ist die deutsche Volkswirtschaft auf den elften Platz gerutscht.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Deutschland gehört nicht mehr zu den weltweit innovativsten Volkswirtschaften. Laut dem aktuellen Global Innovation Index ist die deutsche Volkswirtschaft auf den elften Platz gerutscht.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Innovation bleibt nicht stehen; sie richtet sich neu aus. Dieser Gedanke wird in einem aktuellen Video der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) der Vereinten Nationen thematisiert, das die zunehmende Dynamik und globale Neuausrichtung von Innovationsleistung beleuchtet. In ihrer jüngsten Untersuchung, dem Global Innovation Index (GII) 2025, stellt die WIPO fest, dass Deutschland nicht mehr zu den Top 10 der innovativsten Nationen gehört. China hat Deutschland verdrängt und den Platz unter den führenden Nationen eingenommen, während Deutschland auf Rang 11 abgerutscht ist. Auf den drei ersten Plätzen finden sich die Länder Schweiz, Schweden und die USA.

Aktuelle Ergebnisse und Entwicklung

Deutschland belegt im GII 2025 den 11. Platz der innovativsten Volkswirtschaften weltweit, nachdem es zuvor zu den Top 10 gehörte. Der Abstieg wird insbesondere mit einem Rückstand bei der Digitalisierung und einer schwachen Performance bei neuen Geschäftsmodellen begründet. Trotz hoher Effizienz in traditionellen industriellen Sektoren und anhaltender Exportstärke fehlt es an Investitionen in zukunftsweisende Technologien und Unternehmertum.

Die Bewertung im Global Innovation Index erfolgt anhand von rund 80 Indikatoren, darunter Risikokapital, Infrastruktur, Humanressourcen, Patentanmeldungen und F&E-Aufwendungen. Besonders die niedrigeren Investitionen in F&E im Vergleich zu anderen führenden Nationen tragen zur Platzierung bei.

Hohe Anzahl an Innovationsclustern

Deutschland gehört weiterhin zu den Ländern mit einer hohen Anzahl an Innovationsclustern. Sieben seiner Regionen finden sich in den Top 100 weltweit, darunter München, Berlin und Hamburg. Weltweit führen China mit 24 Clustern und die USA mit 22 Clustern, gefolgt von Deutschland mit sieben. Diese Regionen zeichnen sich durch eine hohe Dichte an Universitäten, Technologiezentren und schnellen Netzwerken aus, die maßgeblich zu Innovationsaktivitäten beitragen.

Globale Konkurrenz und technologische Führung

Nationen wie Südkorea und Japan steigern ihre Ausgaben in künstliche Intelligenz und Quantencomputing, während Europa allgemein in kritischen Technologiefeldern hinterherhinkt. Chinas Investitionsstrategie bei 5G, autonomes Fahren und Elektromobilität unterstreicht seine Ambitionen, weltweit technologische Führerschaft zu erlangen.

Der Rückfall Deutschlands aus den Top 10 unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die digitale Transformation zu beschleunigen und den Innovationsoutput in neuen Technologien zu intensivieren. Entscheidungen zur Förderung von Start-ups, Investitionen in F&E und die Schaffung eines innovationsfreundlichen Umfelds sind entscheidend, um den erarbeiteten Platz in der globalen Innovationsrangliste zurückzugewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. (heh)

(ID:50552207)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung