Elektronischer Helfer im Alter Der smarte Assistent für Senioren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Sicher im Alter: Mit dem elektronischen Assistenten sollen Senioren im Alltag unterstützt werden. Ob Termine, Erinnerungen für Medikamente oder den Weg zum Arzt. Der mobile Helfer unterstützt.

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Mobiles Assistenzsystem: Forscher des Fraunhofer IPMS wollen Senioren ein größeres Sicherheitsgefühl im Alltag geben.
Mobiles Assistenzsystem: Forscher des Fraunhofer IPMS wollen Senioren ein größeres Sicherheitsgefühl im Alltag geben.
(Fraunhofer IPMS)

Mit zunehmendem Alter häufen sich gesundheitliche Beschwerden und auch kognitive Fähigkeiten lassen nach. Dazu gehören Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Erinnerung oder Orientierung. Aus Unsicherheit und Angst vermeiden Senioren Aktivitäten, die früher fester Bestandteil des gewohnten Lebens waren. Um ältere Menschen in ihrer Mobilität zu unterstützen, hat das Fraunhofer IPMS ein mobiles Assistenzsystem entwickelt, das den Senioren ein größeres Sicherheitsgefühl im Alltag geben und die Kommunikation mit deren Betreuungsdienstleistern vereinfachen soll.

Die Systemkonzeption basiert auf dem Ergebnis eines vom BMBF geförderten Forschungsverbundprojekts, an dem sich das Fraunhofer IPMS beteiligt hat. Von dem sozialen Agenten profitieren vor allem Dienste und Einrichtungen. Dazu gehören Sozialverbände, Essen auf Rädern, Alten- und Pflegeheime oder Betreutes Wohnen. Die ursprüngliche Zielsetzung des Mobilitätsassistenten bleibt dabei erhalten: eine hohe personalisierte Funktionalität und einfache Bedienbarkeit. Dem Nutzer sollen möglichst wenige, dafür aber perfekt auf ihn zugeschnittene Basisfunktionen zur Verfügung gestellt werden.

Betreuer werden direkt vom Assistenzsystem informiert

Terminabfragen, Medikamentenerinnerungen, Betreuungsanfragen oder eine Navigationsunterstützung vom Arztbesuch nach Hause lassen sich schnell realisieren. Durch das Assistenzsystem erhalten die Betreuer eine direkte Rückmeldung vom Senior und können so entsprechend reagieren. Der Senior signalisiert über den Mobilitätsassistenten den Betreuungsbedarf, der soziale Dienst kann dann darauf zielgerichtet und kurzfristig reagieren.

Das fertige System besteht aus einem portablen Endgerät, das einer Uhr nachempfundenen ist und einem dazugehörigen Server, der über ein Web-Portal allen berechtigten Nutzern zugänglich ist. Die Bedienung erfolgt auf dem Display direkt über Symbole. Das angezeigte Tastenbild wird vorab auf dem Server nach den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen des Nutzers programmiert. Durch die Möglichkeit der Konfigurierung eines individuellen Profils, dessen Rahmen vom Betreiber des Systems für unterschiedlichste Anwendungsgebiete problemlos erzeugt und vorgegeben werden kann, wird erreicht, dass jedem Nutzer nur die auf ihn zugeschnittenen Funktionen auf dem mobilen Gerät angezeigt werden.

Die Datenübertragung wird über Mobilfunk realisiert. Für die Anbindung des Servers an die Notrufstellen, Dienstleister und Vertrauenspersonen kommen die klassischen Kommunikationskanäle Telefon, Mobilfunk und Internet zum Einsatz. Damit ist gewährleistet, dass das System ohne Hard- oder Softwareänderungen in bestehende Infrastrukturen integriert werden kann.

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