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Die Replikationsfunktionalität des RDM schließt die Replikation auf Drittanbietersysteme ein und unterstützt die selektive Replikation von Circular-Table-Daten von mehreren Mastern auf einen Slave – wichtig für Geräte an der Peripherie des Netzwerks, wo die Zustandsüberwachung stattfindet.
Die in den Circular Tables der einzelnen Master gespeicherten Daten werden auf ein zentrales Steuersystem repliziert, das eine permanente Historie sämtlicher Gerätedaten schreibt, die für diverse Zeitreihen- und andere Analysen verfügbar gemacht werden können. RDM Embedded ist auf allen gängigen Echtzeitbetriebssystemen lauffähig.
Über die Echtzeitverarbeitung hinaus verbessert RDM Embedded die Reaktionszeiten durch ihre ACID-kompatible Datenbank, die verschiedene Verfahren zur Indexerstellung, u.a. im Hinblick auf die Anwendungs- und Leistungsanforderungen optimierte B-Baum- und auf Hash-Tabellen beruhende Indizes unterstützt.
Die Schwingungsüberwachung mit RDM Embedded kann beispielsweise bei rotierenden Maschinen frühzeitig auf sich entwickelnde Fehler hinweisen. Mithilfe von Beschleunigungssensoren können an den Lagergehäusen von Maschinen Schwingungsmessungen vorgenommen werden, während andere Aufnehmer den radialen und axialen Versatz rotierender Wellen erfassen können.
Drehzahlregelungen bieten heute Diagnosemöglichkeiten wie Warnungen aufgrund von Stromaufnahmewerten, die auf ein Nachlassen der Motorleistung hindeuten können oder auf Probleme bei den mit der Motorwelle verbundenen Komponenten. Gleichzeitig ist die jüngste Gerätegeneration in der Lage, zur Überwachung des Energiebezugs detaillierte Daten über den Energieverbrauch von einer einzelnen Schlüsselkomponente bis hin zur ganzen Maschine zu liefern.
Temperatursensoren und festinstallierte Wärmebildkameras liefern wertvolle Hinweise zum Energieverbrauch und drohenden Komponentenausfall. In Industriesektoren, in denen es auf effektive Schmierung ankommt, können die neuesten Leitfähigkeitssensoren zuverlässig Wasseranteile im Öl entdecken, schon lange bevor diese ein problematisches Ausmaß annehmen.
Zustandsdaten werden zum Management Tool
Die Entwicklung von Technologien zur Zustandsüberwachung und von Analysestrategien geht weiter: Es werden Analysepakete Parameter ableiten, die nur schwer direkt zu überwachen sind. Indem man zwei beobachtbare Parameter analysiert, ist ein dritter Parameters ableitbar, sodass dies Wartungs- oder Produktionsentscheidungen erlaubt. Es ist davon auszugehen, dass sich die mathematischen Modelle verbessern werden und die entsprechende Software die Zustandsüberwachungs- und Ereignisdaten noch besser aufbereiten wird, wodurch sich die Entscheidungssicherheit für den Anwender weiter erhöht.
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* Thomas Lanterman ist Senior Business Development Manager bei Mitsubishi Electric Europe, Ratingen. Douglas Wilson ist Field Application Engineer bei Raima, Seattle.
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