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Innovationen, Investitionen und Steuern
Mithilfe steuerlicher Anreizsysteme fördern fast alle Industrienationen die Innovationsaktivitäten ihrer heimischen Wirtschaft. Dadurch ist mehr Forschung und Entwicklung in den Unternehmen möglich, was zu mehr Innovation führt.
Der ZVEI fordert einen stärkeren Fokus auf investive statt konsumtive Ausgaben des Staates, vor allem in den Bereichen digitale Infrastruktur und Bildung. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt BIP solle die F&E-Quote auf 3,5 Prozent erhöht werden.
Auch müssten Investitionen für einen weiter gefassten Bereich ermöglicht werden, der beispielsweise auch Weiterbildungen, Software und Prozesse einschließt. Forschende Unternehmen würde der Verband gerne über Steuergutschriften stärker fördern. Die Förderquote solle mindestens 10 Prozent der Personalaufwendungen für F&E betragen. Im gleichen Zug sieht der Verband es als erforderlich an, steuerliche Hemmnisse abzubauen, um mehr Forschung, Entwicklung und Innovationen zu ermöglichen. Betriebe müssten durch das Senken beziehungsweise Flexibilisieren des steuerlichen Rechnungszinses bei der betrieblichen Altersvorsorge entlastet werden.
Der ZVEI sieht die Notwendigkeit, den Fortschritt der digitalen Transformation messen zu können. Dafür möchte er eine Diskussion anstoßen, die wichtige Indikatoren für diese Messung identifiziert. Das könnte etwa das methodische Erfassen von interdisziplinären und internationalen Wertschöpfungsverpflechtungen sein.
Im Unterstützen von Neugründungen und digitalen Geschäftsmodellen sieht der Verband die Möglichkeit, Innovationen zu beschleunigen. Institutionelle Verbesserungen am Arbeitsmarkt und Bürokratieabbau könnten eine angebotsorientierte Reformpolitik unterstützen. Schließlich gelte es noch, Vereinbarungen auf OECD- und EU-Ebene so zu treffen, dass Wettbewerbsnachteile und Doppelbesteuerungen für Unternehmen in Deutschland vermieden werden können.
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