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Gebäude: Mehr Komfort und weniger Energieverbrauch
Der Betrieb von Gebäuden erzeugt rund 40 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland. Die gesteckten Klimaziele lassen sich nach Ansicht des ZVEI nur erreichen, wenn die Energieeffizienz im Gebäudesektor verbessert wird. Smart Home-Technologien können darüber hinaus helfen, modernen, komfortablen Wohnraum zu schaffen, der mehr Sicherheit bietet und ältere Menschen im Alltag unterstützt. Dabei setzt der ZVEI auf einen Vorbildcharakter der öffentlichen Hand – beispielsweise bei Investitionen in energieeffiziente Gebäudetechnik. Hemmnisse im Smart-Home-Markt sollten nach Möglichkeit abgebaut werden.
Ein Ziel der Smart-Home-Technik ist, durch Automatisierung und Vernetzung von Systemen und Geräten eine möglichst hohe Energieeffizienz zu erzielen. Dabei müssten höchste Datenschutzstandards und Interoperabilität Anwendung finden. Für Fragen nach Haftung und Gewährleistung wünscht sich der ZVEI das Schaffen eines klaren rechtlichen Rahmens.
Cybersicherheit: Vertrauen in Identitäten, Kommunikation und Daten
In einer vernetzten, globalisierten Welt sind international kompatible Regelungen für die Cybersicherheit unabdingbar. Diese Regeln müssen auf die Anforderungen im industriellen Umfeld angepasst werden. So soll eine europäische Vertrauensinfrastruktur entstehen, über die Identitäten, Kommunikation und Daten sicher zwischen Menschen, Maschinen und Komponenten verifiziert und ausgetauscht werden können.
Der ZVEI setzt sich für sichere Ende-zu-Ende-Verbindungen bei jeglicher privater und industrieller Kommunikation ein. IT-Security soll bereits in das Design von Komponenten, Baugruppen und Produkten integriert werden. Gestufte, risikobasierte Sicherheitsmechanismen für Internet-, Cloud- und 5G-Architekturen sollen den Aufbau sicherer, industrietauglicher ITK-Kommunikationsstrukturen ermöglichen. Erleichterte Systemwartung und -Upgrades könnten nach Ansicht des ZVEI die Exportchancen deutscher IT-Sicherheitsprodukte erhöhen. Darüber hinaus fordert der ZVEI eine europaweite Agenda für Cybersicherheit.
Beschleunigte Zulassungsverfahren würden helfen, Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Interessant ist die Forderung, ITK- und Konsumgüter mit einer Art Ampelkennzeichen für die Cybersicherheit zu versehen, um das Sicherheitsbewusstsein der Verbraucher zu stärken. Zudem hält es der ZVEI für sinnvoll, Sicherheitskompetenzen bereits an Schulen zu vermitteln. Initiativen für die Sicherheit und Cyer-Security sollte die Politik zudem nicht im Alleingang beschließen, sondern auf ihre Industrietauglichkeit hin prüfen.
Wissensgesellschaft und Datenschutz: Der mündige und digital souveräne Bürger
Eine funktionierende Internetverbindung vorausgesetzt, sind Daten und Informationen heute jederzeit und überall verfügbar. Verbraucher können über vernetzte Endgeräte an der Wissensgesellschaft teilhaben. Der ZVEI ist überzeugt, dass sich ein Wettbewerb auf der Ebene der Netze, Plattformen und Angebote positiv auf die Angebotsvielfalt und Nutzerkonditionen auswirkt. Eine Regulierung der Medien-Plattformen müsse zukunftsoffen und technologieneutral erfolgen und den Nutzer in den Mittelpunkt stellen.
Die Regulierungsgrundsätze müssten zudem ausreichend abstrakt gehalten werden, um den Akteuren Spielräume für das Entwickeln neuer Verbreitungs- und Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Unerlässlich sei darüber hinaus die Stärkung der Medienkompetenz der Verbraucher. Kinder und Jugendliche müssten über Initiativen den sicheren Umgang mit digitalen Medien und Möglichkeiten lernen können, um sich zu mündigen und digital souveränen Bürgern entwickeln zu können.
Im Mai 2018 wird die EU-Datenschutzverordnung wirksam. Damit sich Unternehmen darauf einstellen können, muss die Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht transparent und dialogbasiert erfolgen, findet der ZVEI. Vorhandene Öffnungsklauseln sollten so eingesetzt werden, dass neue digitale Geschäftsmodelle nicht behindert werden. Darüber hinaus sollte die neue Bundesregierung auf EU-Ebene dafür eintreten, dass Rechtsrahmen und Verwaltungspraxis mit maximaler Transparenz und Einheitlichkeit erfolgen. Dedizierte Leitlinien könnten eine gute Hilfestellung bieten.
Der ZVEI empfiehlt, die informationelle Selbstbestimmung des Einzelnen und die Nutzbarmachung von Daten gleichermaßen zu fördern. Für das Nutzen anonymisierter und pseudoanonymisierter Daten sollten außerdem eindeutige Rahmenbedingungen definiert werden.
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