PwC-Studie Automobilhersteller investieren massiv in Software- und IT-Spezialisten

Redakteur: Franz Graser

Eine Studie der Unternehmensberatung PwC zeigt: Die deutschen Autohersteller werden ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bis 2020 deutlich ausbauen. Gefragt sind vor allem Softwareingenieure und IT-Spezialisten.

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Prototyp eines autonom fahrenden VW Passat an der Stanford University: Immer mehr Funktionen im Automobil wie etwa das autonome Fahren werden durch Software realisiert. Daher wächst der Bedarf an Softwarespezialisten in den Entwicklungsabteilungen der Autohersteller.
Prototyp eines autonom fahrenden VW Passat an der Stanford University: Immer mehr Funktionen im Automobil wie etwa das autonome Fahren werden durch Software realisiert. Daher wächst der Bedarf an Softwarespezialisten in den Entwicklungsabteilungen der Autohersteller.
(Bild: Hands-free Driving.jpg / Steve Jurvetson, Wikimedia Commons / BY 2.0)

Die deutschen Autohersteller werden in ihren F&E-Abteilungen bis 2020 Tausende zusätzliche Ingenieure einstellen. Der Bedarf an klassischen Technikern dürfte dabei allerdings stagnieren, zeigt eine Prognose der Unternehmensberatung PwC.

Gefragt sind stattdessen Softwareingenieure und sonstige IT-Spezialisten. „Wir gehen davon aus, dass es sich hier in den nächsten Jahren bei 60 Prozent aller neuen Stellen um IT-Jobs handeln wird", sagt Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automotive bei PwC in Deutschland.

Momentan beschäftigen die F&E-Abteilungen der deutschen Autobauer etwa 16.000 IT-Spezialisten. Am Ende des Jahrzehnts werden es der PwC-Prognose zufolge schon 19.000 sein. Signifikant steigen dürfte im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Elektrotechnikingenieure, nämlich von momentan knapp 27.000 auf dann gut 30.000.

Die Nachfrage nach klassischen Autoentwicklern wie beispielsweise Maschinenbauern oder Fahrzeugtechnikern ebbt hingegen ab. Zu Beginn des Jahrzehnts entstammte noch jeder zweite F&E-Mitarbeiter diesen Berufsgruppen. Bis 2020 dürften es nur noch rund 44 Prozent sein. In absoluten Zahlen ausgedrückt wären das gut 38.300 (momentan sind es etwa 37.700).

Auf den ersten Blick vollzieht sich der technische Wandel in der Automobilindustrie weniger abrupt als in anderen Branchen. Das liegt auch darin begründet, dass die Elektronik im Fahrzeugbau schon seit den 1990er-Jahren eine immer größere Rolle einnimmt - der Kunde sich also längst an hochtechnisierte Fahrzeuge gewöhnt hat.

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