i.MX7-Applikationsprozessoren ARM-Cortex-A7- und -M4-Kerne für flexible Anforderungen

Redakteur: Sebastian Gerstl

Die i.MX7-Reihe von Freescale bietet umfassend ausgestattete Multicore-Prozessoren mit bis zu 1 GHz Taktfrequenz und besitzt nur ein Drittel des Leistungsbedarfs der Vorgängerserie i.MX6. Enthalten sind dabei sowohl ARM Cortex-A7-Kerne als auch ein Cortex-M4-Kern.

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Mit dem i.MX7 Dual (im Bild) und i.MX7 Solo präsentiert Freescale die ersten Bauteile der jüngsten Applikationsprozessoren-Generation des Unternehmens.
Mit dem i.MX7 Dual (im Bild) und i.MX7 Solo präsentiert Freescale die ersten Bauteile der jüngsten Applikationsprozessoren-Generation des Unternehmens.
(Bild: Freescale)

Mit i.MX7 Dual und i.MX7 Solo hat Freescale die ersten Bauteile seiner jüngten Generation an Applikationsprozessoren auf Basis der i.MX-Plattform präsentiert. Die i.MX7-Reihe setzt auf einen besonders leistungseffizienten Rechenkern mit 15,7 DMIPS/mW und geringem Stromverbrauch im Ruhezustand.

Die Mikroprozessorfamilie verfügt sowohl über einen (i.MX Solo) bzw. zwei (i.MX7 Dual) ARM Cortex-A7-Kerne mit einer Taktfrequenz von bis zu 1GHz als auch über einen bis zu 266 MHz taktenden ARM Cortex-M4-Kern. Die Kerne lassen sich dabei je nach Bedarf individuell aktivieren, um schnell und flexibel auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren. Die ARM-Cortex-A7-Kerne können hohe Leistungsspitzen etwa für Funkstacks, GUIs oder andere bandbreitenhungrige Applikationen abdecken. Für stromsparendere Applikationen kann die Arbeit an den weniger energiebedürftigen Cortex-M4 delegiert und der Cortex-A7-Kern deaktiviert werden. So lässt sich beispielsweise ein Sensor-Hub für Wearable-Geräte allein über den M4-Kern betreiben. Die hohe Skalierbarkeit der i.MX6-Reihe bleibt auch in dieser Generation erhalten.

Blockdiagramm der i.MX7-Reihe: Die Baureihe eignet sich für eine Vielzahl von Applikationen mit hohem Bandbreitenbedarf, darunter Wearables, IoT-Anwendungen und - dank integriertem EPD-Controller - eReader.
Blockdiagramm der i.MX7-Reihe: Die Baureihe eignet sich für eine Vielzahl von Applikationen mit hohem Bandbreitenbedarf, darunter Wearables, IoT-Anwendungen und - dank integriertem EPD-Controller - eReader.
(Bild: Freescale)
Die i.MX7-Reihe verwendet 28nm Prozesstechnologie und verspricht geringe Leckströme. Die Bauteile verfügen über einenenergiearmen "Low-Power State Retention"-Modus (LPSR), in dem noch automatische Refreshs des DDR, Wakeups über GPIOs und Speichererhaltung garantiert sind. In diesem LPSR nehmen die i.MX7-Prozessoren nur 250µW Leistung auf. Der geringe Energiebedarf und das flexible "Performance-on-Demand"-Design sollen für leichtere und preiswertere Endprodukte sorgen.

Die Prozessoren-Familie zielt auf eine große Bandbreite von Applikationen ab, darunter Wearables, sichere Kassenterminals, intelligente Haushaltssteuerungen, medizinische Patientenüberwachung, Industrieprodukte sowie IoT-Lösungen. Ein EPD-Controllers der vierten Generation für e-Reader-Markt ist ebenfalls vorhanden. Zur Steigerung der Sicherheit speziell bei IoT-Anwendungen wurden zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Elliptische-Kurven-Kryptographie oder getrennt ansprechbare, gesicherte Ressourcen-Domänen in die Architektur integriert.

Blockdiagramm der PF3000 PMIC: Mit bis zu vier Abwärtskonvertern, sechs Linearreglern, RTC-Versorgung und einer Ladeschaltung für Knopfzellen sorgt das Power Management IC für ein Optimum an Energieeffizienz.
Blockdiagramm der PF3000 PMIC: Mit bis zu vier Abwärtskonvertern, sechs Linearreglern, RTC-Versorgung und einer Ladeschaltung für Knopfzellen sorgt das Power Management IC für ein Optimum an Energieeffizienz.
(Bild: Freescale)
Parallel zur neuen Prozessorenbaureihe hat Freescale die auf die i.MX7-Familie optimierte Power Management IC PF3000 präsentiert. Dabei handelt es sich um eine voll integrierbare, platzsparende Lösung zur Verwaltung der Energieeffizienz auf Systemebene. Diverse Abwärtskonverter und Linearregler sollen eine gorße Bandbreite an Leistungsszenarien abdecken. Das PMIC PF3000 kann laut Freescale auch für andere Designs außerhalb der i.MX7-Familie eingesetzt werden.

Muster der Applikationsprozessoren i.MX 7Solo und i.MX 7Dual sind ab sofort erhältlich. Die Stückzahlenproduktion soll im November 2015 anlaufen. Das PF3000 PMIC kann ab sofort von Freescale und autorisierten Distributoren in aller Welt bezogen werden. Zwei PF3000 Board Designs sind ab sofort erhältlich: das Evaluationsboard KITPF3000FRDMEVM und das Programmierboard KITPF3000FRDMPGM. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Herstellers: www.freescale.com.

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