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Welche allgemeinen technischen Trends sehen Sie in der Industrie?
Der Trend geht in unserem Bereich ganz klar dazu, dass unsere Kunden für viele Applikationen komplette Lösungen erwarten, sei es integriert oder zumindest auf der Systemebene. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Das sind zum einen die entsprechende Software, aber auch die Tools und ein adäquates Ökosystem, damit alles für den Kunden leicht umsetzbar wird.
Man hat auf Chipebene dann weniger Standardprodukte, die erst auf Boardebene integriert werden können. Sondern die Integration geschieht direkt auf dem Silizium oder als „System in Package“ im Gehäuse. Das erzeugt die Erwartungshaltung bei den Kunden, dass der Halbleiterhersteller tiefe Systemkenntnisse auf dem Chip- oder Gehäuselevel, oder zumindest auf der Boardebene zusammen mit einem entsprechenden Ökosystem besitzt. Damit können sich die Kunden mehr auf ihre Applikation fokussieren und damit die Art und Weise, wie sie sich differenzieren.
Ein weiterer Trend ist die Analyse der bei den verschiedenen Anwendungen anfallenden Daten. Dazu müssen dann konsequenterweise die entsprechenden Algorithmen mit angeboten werden.
Außerdem wird die Energieeffizienz von Systemen immer wichtiger, und das nicht nur bei batteriebetriebenen Applikationen, sondern auch in Bereichen, wo man es im ersten Moment vordergründig so gar nicht erwarten würde, wie zum Beispiel im Industriebereich.
Welche Herausforderungen brächte eine verordnete Gerätelebensdauer mit sich? Wie stellen Sie sicher, dass ein Gerät eine bestimmte Lebensdauer erreicht?
Dies ist speziell für die Märkte in Europa und den deutschsprachigen Raum, und hier insbesondere im Automobilbereich, der Luftfahrt, der Militärtechnik und im Industriesegment wichtig, also in Bereichen mit einem langen Produktlebenszyklus.
Analog Devices hat das immer gefördert. Wir haben noch heute Bauelemente in Produktion, die über 40 Jahre alt sind, da wir eben genau in diesen Märkten aktiv sind. Und dies werden wir auch in der Zukunft weiter unterstützen, beispielsweise über die Aufrechterhaltung entsprechender Fertigungsmöglichkeiten.
Wie sehen Sie die Verlagerung von Hardware zu Software und was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Die Ressourcen unserer Kunden gehen heutzutage verstärkt in die Software, da hierdurch in vielen Bereichen die Differenzierung erfolgt. Das ist natürlich eine gewisse Herausforderung für die ganze Industrie und das bedeutet unter dem Strich für uns, dass wir unseren Kunden mehr und effizientere Entwicklungstools, aber auch Trainingsmöglichkeiten, Dokumentationen und Support anbieten müssen, zum Teil direkt, zum Teil über unser Ökosystem und unsere Distributoren. Dies bilden wir ab und ist Teil unserer Strategie, das Design für unsere Kunden zu vereinfachen.
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