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Eine Aufzeichnung mit SBench6 einrichten
Neben den Einstellungen der Eingangskanäle unterstützt SBench 6 die Parametrierung verschiedener Aufzeichnungsmodi, der Speicherzuordnung, des Abtasttakts und des Triggers. Der Zugriff erfolgt über die Registerkarten „Input Mode“, „Clock“ und „Trigger“ (Bild 1). Über die Registerkarte „Input Mode“ lässt sich entweder der Standard-Ring-Zwischenspeicher (Oszilloskop-Betrieb) oder Streaming-Modus (FIFO) auswählen.
Die Standard- und FIFO-Modi bieten jeweils drei Multiple-Recording-Modi, um den Aufzeichnungsspeicher effizienter zu nutzen. Vor allem bei Messanwendungen mit geringem Auslastungsgrad. Bei Anwendungen mit geringem Auslastungsgrad treten wichtige Kurzzeit-Ereignisse auf und es folgen lange Ruheintervalle. Hierzu zählen beispielsweise Wellenformen wie Radar, Ultraschall, Lidar, Sonar, Spektroskopie und Stimulus-Response. Die entsprechenden Aufzeichnungsmethoden für diese Art von Signalen sind der Multiple-Recording-Modus (Segmentaufzeichnung), der Gated-Sampling-Modus (torsignalgesteuerte Aufzeichnung) und der ABA-Modus (doppelte Zeitbasis).
25 Jahre Spectrum
Am Anfang stand die ISA-Karte
Alle Modi segmentieren den Speicher und speichern darin mehrere Aufzeichnungen. Der ABA-Modus (doppelte Zeitbasis) reduziert die Abtastrate zwischen den Triggern und spart somit Speicherplatz bei gleichzeitiger Anzeige der Ereignisse während der Totzeit zwischen den Triggern.
Der Multiple-Recording-Modus (Segmentaufzeichnung) ermöglicht die Aufzeichnung mehrerer Triggerereignisse bei sehr kurzer Re-arm-Zeit. Der Aufzeichnungsspeicher wird in mehrere Segmente identischer Größe unterteilt. Für jedes Triggerereignis wird ein Segment ausgefüllt. Zwischen den Segmenten stoppt die Aufzeichnung. Der Benutzer kann Pre- und Post-Trigger-Intervalle innerhalb des Segments programmieren.
Die Anzahl der aufgezeichneten Segmente wird nur durch den verwendeten Speicher begrenzt und ist im FIFO-Modus (First-In – First-Out) unbegrenzt. Wichtige Daten, die mit mehreren Triggern verknüpft sind, werden im Aufzeichnungsspeicher in den zusammenhängenden Segmenten gespeichert. Daten zur Totzeit zwischen den Ereignissen werden nicht aufgezeichnet. Jedes Triggerereignis ist mit einem Zeitstempel versehen. So ist die genaue Position jedes Triggers nachvollziehbar.
Die torsignalgesteuerte Aufzeichnung
Bei der torsignalgesteuerten Aufzeichnung wird der Zustand eines Taktsignals genutzt, das entweder ein anderer Kanal oder ein externer Triggereingang sein kann, um den Abtastvorgang zu starten oder zu stoppen. Daten werden nur in den Speicher geschrieben, solange das Tor aktiv ist. Wie im Multiple-Recording-Modus (Segmentaufzeichnung) kann der Benutzer Pre- und Post- Intervalle um das Tor programmieren. Im Gated-Sampling-Modus (torsignalgesteuerte Aufzeichnung) markieren die Zeitstempel das Öffnen und Schließen des Tors, ohne das Pre- oder Post-Tor-Aufzeichnungsintervall zu berücksichtigen.
Die Anzahl der aufgezeichneten torgesteuerten Signale ist durch den Aufzeichnungsspeicher begrenzt und wird im FIFO-Modus nur durch die Größe des Host-Speichers begrenzt. Der ABA-Modus (doppelte Zeitbasis) ist ein Aufzeichnungsmodus auf doppelter Zeitbasis und kombiniert eine schnelle Aufzeichnung bei Triggerereignissen (B-Zeitbasis) mit einer niedrigen Abtastrate (A-Zeitbasis) zwischen den Triggern. Der ABA-Modus (doppelte Zeitbasis) funktioniert wie ein langsamer Datenlogger, der mit einem schnellen Digitizer kombiniert wird. Die genaue Position der Triggerereignisse wird wie im Multiple-Recording-Modus mit Zeitstempeln markiert.
Segmentierte Aufzeichnung
Das Bild 2 zeigt ein Beispiel, wie SBench 6 eine segmentierte Aufzeichnung handhabt. Konkret in einem Multiple-Recording-Modus (Segmentaufzeichnung). Die Ursprungs-Wellenform ist ein simulierter Laserimpuls. Die Wellenform ist relativ kurz, weist jedoch eine Frequenz von 10 Hz bei einer Totzeit von 100 ms zwischen den einzelnen Aufzeichnungen auf. Im Vorschaufenster und im Gitternetz der oberen Anzeige werden alle 16 Segmente angezeigt.
Zeitstempel, die die Zeitpunkte Markieren, zu denen die einzelnen Triggerereignisse eintreten, werden in dieser Anzeige überlagert. Die Zeitstempel werden im Fenster „Zeitstempel“ in der unteren linken Ecke des SBench-6-Bildschirms tabellarisch aufgeführt. Der Zeitstempel enthält Informationen wie den Segment-Index, die Echtzeitposition, den Zeitintervall zwischen nebeneinanderliegenden Segmenten, die hochpräzise absolute Position des Zeitstempels sowie die relative Position zwischen Segmenten (ebenfalls mit hoher zeitlicher Präzision angegeben). In der mittleren Anzeige ist eine vergrößerte Darstellung eines einzelnen Segments zu sehen. Schaltflächen innerhalb dieses Anzeigefensters ermöglichen Auswahl und Anzeige des gewünschten Segments. Das untere Anzeigefenster enthält eine der verfügbaren Signalberechnungen, in diesem Fall den Mittelwert aller 16 Segmente.
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