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Interoperabilitätsanforderungen von GSM/DVB-H
Sind in einem Mobiltelefon eine Mobil-TV-Antenne und eine GSM-Mobiltelefonieantenne integriert, dann muss das Abstimmungselement für die Mobil-TV-Antenne die hohen Pegel der eingekoppelten GSM-Leistung verarbeiten können. So kann zum Beispiel die Trennung zwischen den GSM- und den DVB-H-Antennen im Inneren eines Mobiltelefons womöglich nur 7dB betragen, wobei GSM-Antennen bei einem Leistungspegel von bis zu + 33dBm senden können. Arbeitet der GSM-Sender also mit voller Leistung, so kann das Abstimmungselement womöglich einer eingekoppelten Leistung von etwa + 26dBm ausgesetzt sein.
Kann die Abstimmungsschaltung derartig hohe Leistungspegel nicht verarbeiten, so kann die eingekoppelten Leistung die Abstimmungsschaltung modulieren und damit die Mittenfrequenz der Mobil-TV Antenne verändern oder ein hohes Maß an Oberwellen im Abstimmungselement erzeugen.
Zur Lösung dieses Problems könnte man einfach den GSM-Sender abschalten, sobald der Mobil-TV-Empfänger aktiviert ist, oder Zeitmultiplex-Techniken einsetzen, um Kollisionen zwischen den beiden Betriebsarten zu vermeiden. Das GSM-Telefon muss allerdings regelmäßige Positions-Updates an die Basisstation senden, was zu Unterbrechungen im Mobil-TV-Empfang führt.
In manchen Ländern muss das Mobiltelefon auch Abrechnungsinformationen über den Mobiltelefoniekanal senden, wenn der Anwender fernsieht, oder der Benutzer könnte bei eingeschalteter TV-Funktion einen Anruf erhalten. Daher soll die Abstimmungsmethode den gleichzeitigen Betrieb von GSM- und Mobil-TV-Funktionen unterstützen. Die Folge sind hohe Anforderungen an die Spannungsfestigkeit des Antennenabstimmungselementes.
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