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Herausforderungen bei Mobil-TV-Antennen
Mobil-TV Anwendungen wie z. B. DVD-H und ISDB-T erfordern die Integration eines sehr breitbandigen Empfangs und einer guten Frequenzabdeckung für ein bereits komplexes System – bei bereits kleinen Abmessungen.
In einem technischen Bericht über „Implementationsrichtlinien für DVD-H“ beurteilt das europäische Telekommunikationsnormungsinstitut ETSI die Entwicklung einer Hochleistungsantenne für mobiles Fernsehen im UHF-Band als äußerst schwierig: Weil das Mobiltelefon im Vergleich zur Wellenlänge sehr klein ist, beträgt der typische Antennen-Gain für Mobilgeräte –10dBi bei 474 MHz und steigt auf –5 dBi bei 858 MHz an. Das bedeutet, dass die Antenne am unteren Ende des Frequenzbands 10 dB Leistung verliert.
Problematisch dürfte laut diesem Bericht zudem sein, eine gute Eingangs-Anpassung über das gesamte UHF-IV/V Band (470 bis 862 MHz) sicherzustellen, wofür man wahrscheinlich eine abstimmbare Anpassungsschaltung benötigt.
Antenne entscheidet über die Akzeptanz von Mobil-TV
Bisher hatten Entwickler nur zwei Wahlmöglichkeiten für eine solche Antenne: eine passive interne Antenne mit schlechter Leistung oder eine externe Teleskopantenne, die viele Konsumenten nicht mehr für zeitgemäß halten. Für künftige Designs fordert der Markt jedoch eine integrierte, interne Antenne. Daher ist eine wie auch immer geartete Antennenabstimmung entscheidend für eine positive Einschätzung des Produkts durch den Kunden.
Mobil-TV ist ein relativ neuer Dienst, der momentan in Europa als DVB-H und in Japan als ISDB-T eingeführt wird. Dementsprechend drängen die Provider darauf, eine passende Antennen-Abstimmungstechnik für diese Dienste zu finden.
Für Mobil-TV-Anwendungen sind die erreichbare Bandbreite und Eingangsanpassung direkt mit der physikalischen Größe der Antenne und des Mobiltelefons verbunden. Aus diesem Grund bieten die meisten herkömmlichen internen Mobil-TV-Antennen schlechte Leistung: die Abstrahlungseffizienz leidet und das Stehwellenverhältnis (VSWR) wird sehr groß (bis zu 6:1 über die Bandbreite von 470 bis 862 MHz). Dadurch verliert der Empfänger alleine durch eine Antennen-Fehleranpassung 3 dB Empfindlichkeit, wodurch die Mobil-TV-Funktion eine wesentlich verringerten Aktionsbereich und eine schlechtere Empfangsqualität aufweist.
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