Wachstumsmarkt 5 Beispiele, wie Elektronik die Medizin der Zukunft formt

Peter Koller

Anbieter zum Thema

Immer wieder hat die Medizin wichtige Impulse aus der Elektronik bekommen, von den Röntgenstrahlen bis zum Herzschrittmacher. Die Medizin der Zukunft wird mehr denn je von Technologie gesprägt sein: Fünf Beispiele zeigen, in welche Richtung es geht.

Das Smartphone als Ultraschallgerät: MobiUS  zeigt eine wichtige Entwicklung auf dem Weg zur Medizin der Zukunft(Foto:  MobiSante)
Das Smartphone als Ultraschallgerät: MobiUS zeigt eine wichtige Entwicklung auf dem Weg zur Medizin der Zukunft
(Foto: MobiSante)

Elektronik in der Medizin kann über Tod oder Leben, Gesundheit oder Siechtum entscheiden. Kein Wunder, dass dieser Bereich ein enormer Wachstumsmarkt ist.

Das Marktforschungsunternehmen databeans etwa sieht den Sektor Medizinelektronik von 139 Milliarden US-$ im vergangenen Jahr bis auf 243 Milliarden US-$ im Jahr 2016 wachsen. Ein durchschnittlicher jährlicher Zuwachs um 9 %.

Dabei stehen viele Trends, die die Arztpraxen und Krankenhäuser in den kommenden Jahrzehnten prägen werden, heute noch ganz am Anfang. Fünf Beispiele:

Beispiel 1: Das Lab-on-a-Chip liefert sofort Ergebnisse

Strukturen bis hinunter zu einer Größe von 30 Nanometern können die MIT-Wissenschaftler mit ihrem Glasstempel erzeugen.(Foto:  MIT)
Strukturen bis hinunter zu einer Größe von 30 Nanometern können die MIT-Wissenschaftler mit ihrem Glasstempel erzeugen.
(Foto: MIT)

Wer kennt den Satz nicht vom Arztbesuch: "Die Laborwerte bekommen wir dann nächste Woche." Das könnte bald ein Ende haben durch das Konzept des Lab-on-a-Chip, ein elektronisches System, das zum Beispiel Blut in kurzer Zeit auf eine Vielzahl von Faktoren und mögliche Krankheitserreger hin analysiert.

Wie das funktioniert? Zum Beispiel, indem Sensoren auf der Chipoberfläche als "optische Antennen" agieren, die bestimmte Moleküle aufgrund der Wellenlänge des von ihnen ausgestrahlten Lichts erkennen.

Das Problem dabei: die Herstellung dieser nanoskaligen Labore etwa mittels Elektronenstrahl-Lithographie ist teuer und zeitaufwändig. Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) glauben nun einen Weg gefunden zu haben, um die Fabrikation drastisch billiger zu machen.

Dabei wird ein klassisch hergestellter Master-Chip mit einem speziellen Glas überzogen, um auf diese Weise einen Stempel zu schaffen, der die notwendigen Strukturen einfach auf andere Oberflächen übertragen kann. "Mit einem dieser Stempel lassen sich Dutzende, wenn nicht Hunderte von Sensoren herstellen, so dass eine Massenproduktion des Lab-on-a-Chip sehr viel näher rückt", so der verantwortliche MIT-Wissenschaftler Nicholas Fang.

Beispiel 2: Gedanken steuern künstliche Gliedmaßen

(ID:30194340)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung