Produktentwicklung ZVEI-Arbeitskreis gibt Überblick über „Design Chain“
Zum Thema „Design Chain“ hat der ZVEI eine Initiative gestartet. Dabei geht es um eine ganzheitliche Betrachtung des Produktentstehungsprozesses, die über das reine Design hinausreicht. Auf der electronica informiert der Arbeitskreis über die bisherigen Ergebnisse.
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Besonderes Augenmerk wird dabei auf ein gemeinsames Verständnis des Machbaren und Notwendigen aller beteiligten Gruppen (vom Marketing bis zur fertigen Baugruppe) gelegt.
Denn eine Idee für ein Elektronik-Produkt ist schnell skizziert, scheitert aber oft in der Umsetzung, weil die Hardware-Entwicklungskette sehr fragmentiert ist und weil die Akteure nicht miteinander kommunizieren und sich auf die Unfehlbarkeit ihrer Design-Tools verlassen. Die Folge sind hohe Kosten, etwa durch Redesigns, Re-Zertifizierungen und einen verspäteten Markteintritt.
Der Arbeitskreis Design Chain wurde im Jahre 2012 gegründet und hat nach einer intensiv betriebenen Stoffsammlung acht Themenbereiche und mehr als 170 Einzelthemen herausgearbeitet. Diese werden fortlaufend verfeinert und in Beziehung zueinander gesetzt.
Die Ergebnisse werden in einer Datenbank für die PCB-Designer münden. Die Entwickler haben dann die Möglichkeit, sich schnell mit aktuellem Wissen zu versorgen, aber auch die Querverlinkungen bzw. Beziehungen zwischen den Einzelthemen zu erfassen, sodass eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit aller Prozesse bezogen auf das Qualitätsziel und den Preis vereinfacht wird. Gleichzeitig werden mögliche Risiken frühzeitig aufgedeckt.
Der Schlüssel des Erfolgs ist hierbei eine zuverlässige und nachhaltige Vernetzung aller Partner. Der aktuelle Arbeitsstand und Beispielszenarien aus verschiedenen Bereichen werden am Donnerstag, dem 10. November 2016, auf der electronica in München, um 13 -14:30 Uhr, in Halle B4 (Speakers Corner) vorgestellt.
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