Würth Elektronik eiSos ist als Hersteller von elektronischen und elektromechanischen Bauelementen mit über 6100 Mitarbeitern in 50 Ländern aktiv. Begonnen hat alles 1984 mit acht Mitarbeitern.
Begonnen hat alles 1984 mit acht Mitarbeitern: Heute ist Würth Elektronik eiSos als Hersteller von elektronischen und elektromechanischen Bauelementen in 50 Ländern aktiv und beschäftigt über 6100 Mitarbeiter.
(Bild: Würth Elektronik eiSos)
Dieser Hersteller von Bauelementen ist anders. So sind alle Katalogprodukte der Würth Elektronik eiSos auch in kleinen Stückzahlen sofort ab Lager verfügbar, Muster sind auf Anfrage jederzeit kostenlos erhältlich. Eine derartige Unterstützung von herstellenden Unternehmen ist nicht selbstverständlich – davon können Entwickler in kleinen und mittleren Unternehmen ein Lied singen. Andere Hersteller arbeiten fast durchweg mit Mindestbestellmengen. Und deren Höhen liegen teilweise in Bereichen, die für eine fernöstliche Massenproduktion in Ordnung gehen mag, für einen europäischen Mittelständler aber einfach utopisch sind.
Kleine Komponenten auch in kleinen Mengen zu verkaufen, ist ein zentraler Baustein des Erfolgsrezepts von Würth Elektronik eiSos und hat das Unternehmen zu einem der größten europäischen Hersteller passiver Bauelemente werden lassen. Andere Serviceinnovationen des Unternehmens sind die besonders schnelle Musterlieferung, Laborsortimente mit kostenloser Wiederbefüllung und ein umfangreicher Design-in-Support. Neben der Qualität der innovativen Produkte ist es genau diese herausragende Kundenorientierung, mit der sich das Unternehmen aus dem Hohenlohekreis im Nordosten Baden-Württembergs von der Konkurrenz abgesetzt hat. Das schlägt sich auch im Marketing Claim nieder: „more than you expect!“.
Alles fing mit Schrauben an
Wo kommt dieses Unternehmen her? Der Name und das Rot des Logos machen deutlich: Die Wurzeln liegen im Schraubenimperium Adolf Würth GmbH & Co. KG. Reinhold Würth, der Sohn des Gründers, erkannte frühzeitig die großen Wachstumspotenziale im Elektronikbereich und gründete daher 1971 eine Elektronikabteilung. Nach einem Abstecher als Messgerätehersteller konzentrierte sich die neue Abteilung auf die Produktion von Leiterplatten für die Elektronikindustrie. Mit dem wachsenden Erfolg wurde aus der Würth Elektronik Leiterplattentechnik in Niedernhall ein eigenständiges Unternehmen.
Und dann war es wieder die Gründung einer neuen Abteilung, die den Grundstein für eine weitere Würth-Erfolgsgeschichte legte: Der 1984 gegründete Geschäftsbereich Verbindungstechnik (VBT) beschäftigte anfangs nur acht Mitarbeiter. 1993 wurde man dann flügge, zog mit zwanzig Mitarbeitern in eigene Räume im Nachbarort Kupferzell und trat künftig als Würth Elektronik VBT auf. Bereits in dieser Zeit begannen die intensive Beschäftigung mit dem Thema der elektromagnetischen Verträglichkeit und der Entwicklung und dem Verkauf von EMV-Komponenten. Ein herausragendes Datum: der 29.09.1995. Dies war der Tag der ersten Patentanmeldung beim Deutschen Patentamt und der Beginn einer langen Reihe von Patenten – über 350 sind es bis heute. Gegenstand des ersten Patents: Ein Klappferrit mit Schlüsseltechnologie.
Mit Klappferriten komfortabel entstören
Ausgelöst hatte die Entwicklung des Klappferrits übrigens ein Gesetzesvorhaben. Die anstehende Novelle des EMV-Gesetzes führte 1996 zur Einführung des CE-Zeichens. Begonnen hatte es mit der europäischen Richtlinie 89/336/EWG von 1989 und ihrer Umsetzung im EMV-Gesetz von 1992. Die europaweite Harmonisierung und Verschärfung der Regeln zur Entstörung von elektronischen Geräten machte EMV zu einem wichtigen Thema – und Würth Elektronik VBT bediente diesen wachsenden Markt überaus erfolgreich.
Nachträgliche kabelgebundene Entstörung
Der Klappferrit von Würth Elektronik bot Entwicklern eine komfortable Lösung zur nachträglichen kabelgebundenen Entstörung. Dies wurde ein weltweiter Erfolg, der bis heute anhält. Mit diesem Erfolg konzentrierte sich das junge Unternehmen auf das Feld der elektromagnetischen Entstörung (EMV) und der induktiven Bauteile. Konsequent begann man mit EMV-Laboren zusammenzuarbeiten. Diese Ausrichtung führte zum heutigen Namen: EMV & Inductive Solutions, abgekürzt eiSos. eiSos wurde 2001 ein eingetragenes Warenzeichen und 2002 erfolgte die Änderung der Firmierung zu Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG.
Weitere Meilensteine der Produktentwicklung waren 2002 die Einführung der Steckverbinderserie WERI und die Produktgruppe Transformer 2005. Seit 2011 ist die Würth Elektronik eiSos auch im Bereich LEDs und seit 2014 mit Kondensatoren aktiv. 2013 kam die neue Produktgruppe Power Module hinzu.
SMD-Komponenten für die hocheffiziente Bestückung wurden über die Jahre immer wichtiger und zunehmend auch Gegenstand der unternehmenseigenen Forschung und Entwicklung. So kamen 2013 und 2014 SMD-Stromversorgungselemente und SMD-Abstandsbolzen für die automatische SMT-Bestückung hinzu. 2015 wurde die Produktgruppe WE-MPSB um spitzenstrombelastbare SMD-Ferrite ergänzt. Erstmals wurden hier kurzzeitige Belastungen mit dem Zwanzigfachen der Nennstrombelastbarkeit spezifiziert. Einen weiteren Rekord hält das Unternehmen seit 2015 auch bei einer anderen Produktgruppe: WE-MAPI ist die weltweit kleinste gewickelte Speicherdrossel mit Metallpulverkern (1,6 mm × 1,6 mm × 1,0 mm).
Stand: 08.12.2025
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