Alternative Energien Wind lädt Akku von Elektro-Luxusyacht
Der Elektroyacht-Hersteller Electric Marine Propulsion (EMP) und der Akku-Spezialist International Battery haben einen rund zwanzig Meter langen Katamaran entwickelt, dessen Akku mithilfe von Windenergie geladen wird.
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Wenn sich die Luxusyacht Tang segelnd vorwärts bewegt, treibt das Kielwasser die Schiffsschrauben an, die über einen Generator Strom für den Akku erzeugen. Über herkömmliche Windräder verfügt die Yacht nicht. Derzeit durchläuft das aus Kohlefaser gefertigte Boot in der St. Francis Bay in Südafrika eine Reihe von Tests. Ist diese Phase abgeschlossen, tritt es die Reise über den Atlantik zu seinem zukünftigen Besitzer in Florida an. Einer breiten Öffentlichkeit soll das Wasserfahrzeug im Februar auf der Miami Sailboat Show präsentiert werden.
Strom für die Luxusgegenstände an Bord
„Das Beschleunigungsvermögen und die Rückmeldung beim Fahren sind viel besser als alles, was mit konventionellen Dieselantrieben machbar ist. Die Tang fährt absolut ruhig und die Energie steht sofort zur Verfügung“, schwärmt Tim van der Steene, geschäftsführender Direktor bei EMP. Der Akku des Katamarans hat eine Kapazität von 46 kWh, zwei 18-kW-Elektromotoren sorgen für den Vortrieb. Der Akku dient jedoch nicht nur dem Antrieb der Yacht, sondern wird auch für die Stromversorgung der zahlreichen Luxusgegenstände an Bord genutzt. Ein großer Flachbildschirm steht den Besitzern ebenso zur Verfügung wie ein hochwertiges Soundsystem, zwei Kühlschränke, ein Geschirrspüler und ein Mikrowellenherd. Auch eine Klimaanlage sowie ein Wasseraufbereitungssystem gibt es.
Bei Windstille übernehmen zwei Dieselgeneratoren
Obwohl das Boot hauptsächlich als Elektro- und Segelyacht konzipiert ist, sind auch zwei Dieselgeneratoren an Bord vorhanden. Dadurch wird sicher gestellt, dass die Luxusyacht mit ihrer stromhungrigen Einrichtung auch bei Windstille ihren Akku aufladen kann. Im Hafen kann das Boot an herkömmliche Steckdosen angeschlossen werden.
Elektrisch fahren – der Umwelt zuliebe
Yachten mit umweltfreundlichen Antrieben liegen auch deshalb im Trend, weil Hobby-Seefahrer mit ihnen in geschützten Küstenabschnitten fahren dürfen, in denen Boote mit Verbrennungsmotor verboten sind. Motorboothersteller wie Feretti machen sich diese Gegebenheit zunutze, indem sie ihre Yachten mit Hybridantrieben ausstatten. Rein elektrisch angetriebene Yachten wie die Tang sind somit als Angebot an wirklich umweltbewusste Kapitäne zu verstehen, die auch außerhalb der Schutzzonen elektrisch fahren wollen.
(Quelle: pressetext.de)
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