Logistik Wie Traceability-Lösungen beim Warenausgang Zeit und Kosten sparen
Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Waren hilft, Kosten zu sparen. Deshalb spielt Traceability in der Elektronikindustrie insbesondere bei Rückrufaktionen eine wichtige Rolle. Das IT-Systemhaus GOD BM hat mit dem Bauteiledistributor Rutronik eine AutoID-Lösung für den Warenausgang entwickelt.
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Die AutoID-Lösung Q-Trace von GOD BM und Rutronik hilft, fertig kommissioniertes Material nochmals eindeutig zu identifizieren und vor dem Versand automatisch mit den Bestelldaten zu vergleichen.
Dazu erfasst Q-Trace über Lesegeräte mehrere Identcodes auf den Bauteile-Gebinden gleichzeitig, analysiert sie und gibt erst nach einer Plausibilitätsprüfung den Versand der Ware frei.
Das AutoID-Pilotsystem beim Distributor Rutronik
Zu den Kunden von Rutronik zählen europäische Unternehmen aus den Hightech-Branchen, die sowohl mit Standard-Bauteilen als auch mit Hightech-Produkten beliefert werden.
Neben einem breiten Produktangebot unterstützt Rutronik die Logistik seiner Kunden mit individuellem Supply Chain Management, wie der Traceability durch eindeutige PU-ID Numbers (Packaging Unit-Ident Number). Zur Codierung der PU-ID Number wird der Barcode genutzt. Der bewährte Strichcode ermöglicht das Lesen warenbegleitender Informationen des Trace-Etiketts auf der gesamten Wertschöpfungskette.
Logistik-Geschäftsführer Joachim Kaiser erklärt den Nutzen der PU-ID Number: „Wir beziehen Milliarden von Bauteilen von etwa 170 Lieferanten. SMD-Bauteile für moderne Fertigungssysteme kommen beispielsweise auf Rollen, die sich sehr ähnlich sehen. Bei rund einer Million Rollen im Monat ist es daher wichtig, den Überblick zu bewahren und u.a. sicherzustellen, dass keine Verwechslungen vorkommen.“
Hintergrund ist, dass die Bauteilträger oft bereits herstellerseitig mit mehreren Identcodes ausgezeichnet sind und beschädigte Etiketten manchmal nicht einwandfrei gelesen werden können. Hier hilft ein zusätzliches, für jeden Bauteilträger individuell erzeugtes Etikett mit eindeutiger PU-ID Number, die ERP-seitig mit allen relevanten Produktdaten verknüpft ist und gleichzeitig als Trace-Nummer genutzt werden kann.
Die AutoID-Lösung besteht aus einem Lesesystem und einer Serversoftware

Diese Datenbank stellt wiederum die Auftragsdaten zur Verfügung, die nicht auf den Spulen enthalten sind. Die fehlenden Auftragsdaten werden zyklisch aus dem ERP-System heruntergeladen und Q-Trace zur Verfügung gestellt. Bei der Plausibilitätsprüfung mit Q-Trace ist die eindeutige PU-ID Number, mit der der identifizierte Bauteilträger kundenspezifisch etikettiert wird, mit den Daten der Lieferung an den Kunden verknüpft.
Q-Trace ist flexibel aufgebaut und passt sich so den Bedürfnissen der Kunden an
Das kundenspezifische Label kann mehrere Informationen wie die Kundenartikelnummer sowie Bestell- und Lagerinformationen des Kunden aufnehmen. Außerdem sind weitere Angaben wie Datum und Mengen je nach Kundenbedarf möglich.
Alle vom Hersteller verfügbaren Daten werden nicht mehr dupliziert, sondern durch einen Match mit der PU-ID Number auf dem kundenspezifischen Label mit definiertem Qualifier und dem Originallabel des Herstellers gelesen und im ERP-System abgeglichen. Die enthaltenen Informationen werden in einer für die Kunden zugänglichen Internetplattform zur Rückverfolgung abgebildet.
Das leistungsfähige Identcode-Erfassungssystem besteht je Arbeitsplatz aus einem Decoder und bis zu drei CMOS/CCD-Kameras mit einer Scan-Rate, die mehr als 15 Barcodes in einem Schuss liest und interpretiert, und integrierter LED-Lesefeldbeleuchtung.
Der modulare Aufbau erlaubt die Anpassung an jeden Arbeitsbereich, so dass die Bewegungsfreiheit der Mitarbeiter nicht eingeschränkt wird. Die Auflösung und Tiefenschärfe der Kameras gewährleisten bei omnidirektionalen Warenbewegungen schnelle und sichere Leseergebnisse bei ein- und zweidimensionalen Codes.
Bei Bedarf kann auch eine Fotoaufnahme der Ware zur besseren Rückverfolgbarkeit des Produktes genutzt werden. Der Decoder des Q-Trace-Systems verfügt über serielle, USB- und Ethernet-Schnittstellen und 40 GB Speicherplatz zur späteren Analyse von Bilddaten.
Die Software des Systems erlaubt eine kundenindividuelle Anpassung, indem beispielsweise bestimmte Daten für die Rückverfolgbarkeit direkt in eine Datenbank geschrieben oder an das ERP-System übertragen werden, während weitere Daten zur Bearbeitung des Vorgangs auf einem Monitor dargestellt werden können. Die Standardschnittstellen zum ERP sind SAP und Navision.
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