USV-Anlagen Wie Sie die richtige unterbrechungsfreie Stromversorgung für Ihr IT-Netzwerk finden

Autor / Redakteur: Joachim Botsch* / Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Beim Betrieb eines IT-Netzwerks ist eine zuverlässige Stromversorgung enorm wichtig. Die Lösung ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, die gewährleistet, dass alle wichtigen Geräte rund um die Uhr sicher mit Energie versorgt werden. Welche der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten für die jeweilige Anwendung die richtige ist und worauf es dabei ankommt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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Die störungs- und unterbrechungsfreie Stromversorgung eines IT-Netzwerks trägt nicht nur zur erhöhten Sicherheit und längeren Betriebsdauer aller im Netzwerk integrierten Geräte bei. Ein 100-prozentig gedeckter Leistungsbedarf dient auch zur Absicherung aller Informationen im System. Störungen oder Schwankungen im Netzwerk bedeuten für Unternehmen jeglicher Branchen Verluste hinsichtlich Zeit, Geld und Arbeitskraft. Da immer mehr Geschäftsprozesse von einer gut funktionierenden IT abhängen – vom Telefonieren via IP über die digitale Signatur bis hin zum mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten – erhöhen sich auch automatisch die Ausfallkosten.

Folgen eines Systemausfalls können schwerwiegend sein

Viele Unternehmen sind sich dessen oft nicht bewusst und haben keine Vorstellung, welche Folgen ein Systemausfall haben kann. Dabei gibt es bereits für jede Anwendung kostengünstige Alternativen, um bösen Überraschungen aus dem Weg zu gehen. Eine Möglichkeit stellt USV dar: Die unterbrechungsfreie Stromversorgung garantiert, dass alle wichtigen Geräte rund um die Uhr mit Energie versorgt sind. Allgemein unterscheidet man dabei zwischen kritischen und unkritischen Verbrauchern. Während empfindliche Geräte besonders hohe Anforderungen an die Strom- und Spannungsqualität stellen und bereits kleine Spannungsspitzen oder -schwankungen ihnen zusetzen können, „überleben“ andere Hardwarekomponenten eine Störung ohne größeren Schaden davon zu tragen. USV-Geräte können Schwankungen oder Ausfälle ausgleichen oder verhindern. Für die einzelnen Anwendungsfälle gibt es unterschiedliche Lösungen. Welche die richtige ist und worauf man achten muss, zeigt ein kleiner Überblick.

Drei unterschiedliche USV-Technologien

Bei USV unterscheidet man zwischen drei Technologien:

  • VFD (Voltage and Frequency Dependent),
  • VI (Voltage Independent) und
  • VFI (Voltage and Frequency Independent).

Offline- oder Standby-USV als einfachste Variante

Die einfachste, heute nur noch selten angebotene Art ist die VFD-USV, auch bekannt als Offline- oder Standby-USV. Hier wird der Strom im Normalbetrieb direkt zu den Verbrauchern weitergeleitet. Ein Gleichrichter sorgt für eine permanente Ladung der Batterie. Bei Netzausfällen oder Spannungsschwankungen übernimmt die USV über einen Wechselrichter die Versorgung der Verbraucher. Diese Lösung ist zwar sehr kostengünstig und hat einen hohen Wirkungsgrad, aufgrund der relativ langen Umschaltzeit zwischen 4 und 10 ms ist sie jedoch für viele Verbraucher ungeeignet.

Bei der Single-Conversion-USV verbindet ein Wechselrichter die Batterie immer mit dem Ausgang

VI-, Line-Interaktiv- oder Single-Conversion-USV ist eine Lösung, bei der die Batterie über einen Wechselrichter stets mit dem Ausgang der USV verbunden ist. Der Strom wird vom Eingang über einen Transformer auf den Ausgang weitergeleitet. Weicht die eingehende Spannung um einen bestimmten Prozentsatz (meist ca. ±10%) von der Nennspannung ab, wird dies vom Transformer gefiltert. Bei größeren Abweichungen (ca. ±25%) werden die Verbraucher über die Batterie und einen Wechselrichter versorgt. Geliefert wird hier entweder eine Sinus-modifizierte Spannung oder ein reiner Sinus. Vorteile dieser Lösung sind neben den geringen Kosten ein sehr hoher Wirkungsgrad (ca. 95 bis 98%) sowie Umschaltzeiten von 2 bis 4 ms.

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