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Doppelwandler-Technologie versorgt Verbraucher permanent mit Energie aus der Batterie
Die fortschrittlichste Technologie ist die VFI, bekannt auch als Online-, Double-Conversion oder Doppelwandler. Die Verbraucher beziehen ihren Strom permanent von der Batterie. Der eingehende Wechselstrom wird über einen Gleichrichter in Gleichstrom umgewandelt. Damit wird die Batterie ständig geladen. Diese gibt ihren Gleichstrom wiederum an einen Wechselrichter ab. Hier wird dann erneut Wechselstrom erzeugt. Ein konstanter Stromkreislauf sorgt somit dafür, dass die Verbraucher kontinuierlich und ohne Abweichungen versorgt sind.
Damit ein Batteriewechsel im laufenden Betrieb oder zu Wartungszwecken stattfinden kann, verfügt diese Technologie über eine Bypass-Schaltung, mit welcher der Strom vom Eingang direkt auf den Ausgang umgeleitet werden kann. Dieser Bypass kann auch manuell geschaltet werden. Diese USVs schützen gegen sämtliche Arten von Störungen und Ausfällen, haben keine Umschaltzeiten und liefern eine reine Sinus-Spannung. Der Nachteil liegt allein in den höheren Kosten und einem etwas geringerem Wirkungsgrad von ca. 90%.
Wie ermittelt man die benötigte USV?
Leistung der einzelnen Verbraucher entscheidet über die geeignete USV-Technologie

Welche der drei Technologien die richtige ist, hängt vor allem von dem Leistungsverbrauch der einzelnen Geräte ab. Anhand der Leistungsdaten der Verbraucher, entweder in Watt (Wirkleistung) oder in VA (Scheinleistung / Voltampere), kann die richtige USV-Leistungsgruppe herausgefunden werden. Die genauste Methode dazu ist, die Werte mittels einer Stromzange direkt zu ermitteln. Dies sollte man aber zu unterschiedlich stark belasteten Zeiten durchführen, um einen Mittelwert zu bekommen. Hat man den Wert in Watt, muss dieser nur noch mit dem Power-Faktor (~1,6) multipliziert werden, um auf die Scheinleistung in VA zu kommen.
Wichtige Verwaltung und Wartung der USV-Anlage

Die anfälligsten Bauteile einer USV sind natürlich die Batterien. Diese sollten alle drei, spätestens alle fünf Jahre gewechselt werden, sofern die Verwaltungssoftware nicht bereits vorher auf einen Wechsel hinweist. Viele USVs verfügen heutzutage über eine Software, mit der die USV verwaltet und die angeschlossenen Verbraucher geregelt heruntergefahren werden können, beispielsweise bei einem Stromausfall.

Einige Modelle wie die Black Box ServPower XP bieten zusätzlich die Möglichkeit, optional SNMP- oder Relais-Karten zu integrieren. Andere Modelle des Herstellers, beispielsweise die ServPower SP, verfügen über zwei RJ45-Buchsen. Hier kann unter anderem das lokale Computernetz durchgeschleift und so gegen Überspannungen abgesichert werden. Auch für spezielle Anwendungen, beispielsweise im medizinischen Bereich, gibt es von namhaften Anbietern Geräte, welche die Anforderungen für diesen Einsatz erfüllen.
*Joachim Botsch ist Technical Support Engineer bei Black Box Deutschland.
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