Elektromechanische Bauelemente Wie sich Synergieeffekte bei der Bauelemente-Distribution in Europa nutzen lassen

Redakteur: Margit Kuther

Um König Kunde bestmöglich bedienen zu können, arbeiten zahlreiche Hersteller und Distributoren zusammen und nutzen Synergien. Davon können alle profitieren: sowohl der Anwender als auch der Hersteller und der Distributor, wie das Beispiel von Rutronik und dem renommierten Relaishersteller Fujitsu Components zeigt.

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„Die Elektromechanik bei Rutronik verbuchte in den letzten Jahren ein marktüberdurchschnittliches Wachstum in Europa und in Deutschland“, erläutert Jörg Ciper, Bereichsleiter Elektromechanik bei Rutronik. „Business Development Manager kümmern sich ausschließlich um Design-In der elektromechanischen Bauteile und treiben zusammen mit der Vertriebsorganisation den Ausbau des Geschäftes europaweit voran. Unterstützung erhalten sie vom Produktmanagement aus Ispringen von wo aus die europäische Strategie vorangetrieben wird und natürlich auch durch das lokale Produktmarketing vor Ort. Durch die flächendeckende Aufstellung der Rutronik-Organisation in Europa sind wir in der Lage, zusammen mit unseren starken Partnern neben bestehendem Potenzial auch neue Märkte zu erschließen. War die Franchise-Situation in Europa für elektromechanische Produkte bis vor wenigen Jahren noch sehr fragmentiert, gelang es Rutronik inzwischen, fast alle führenden Hersteller für eine weitgehende europäische Zusammenarbeit zu gewinnen.“

Fujitsu Components vertieft die Zusammenarbeit mit Rutronik

Hans Grobben, Vertriebsleiter Europa bei Fujitsu Components Europa: „In Europa liegt der Gesamtmarkt für Relais bei etwa einer Milliarde Euro. Rund 50 Prozent der Produkte werden über die Distribution vertrieben.“ (Archiv: Vogel Business Media)

„Engagement und Investitionsbereitschaft wird belohnt“, betont Hans Grobben, Vertriebsleiter Europa bei Fujitsu Components Europa. Das Unternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden vertreibt unter anderem Relais, thermische Drucker, Touch-Panels und Steckverbinder in Europa, dem mittleren Osten und Afrika. Vor kurzem dehnte Fujitsu Components das seit 1997 bestehende Franchise-Abkommen mit Rutronik von Deutschland und der Schweiz auf Gesamteuropa außer Italien aus. „Die bedeutendste Produktgruppe für Fujitsu in Europa sind die Relais. In Europa liegt der Gesamtmarkt für Relais bei etwa 1 Milliarde €. Rund 50% der Produkte werden über die Distribution vertrieben“, erklärt Grobben. „Aufgrund des Wachstumspotenzials, das wir für unsere Produkte sehen, haben wir uns entschlossen, unsere Distributionsstruktur zu erweitern.“

Die Distribution profitiert vom Industrial-Relaismarkt

„Momentan teilen sich in Europa drei maßgebliche Relaismärkte den Kuchen“, so Grobben: „Ein Drittel hält die Telekommunikation, ein Drittel fällt auf Industrial und ein Drittel auf das Automotive-Segment. Gerade bei Automotive erwarten wir einen Anstieg, die Telekommunikation dürfte sich eher abschwächen, und stabil mit leichtem Zuwachs sollte sich der Industrial-Markt entwickeln.

Beim Industrial-Markt sehen wir den entscheidenden Ansatzpunkt für die Distribution. Aus unserer Erfahrung heraus, liegt hier das stärkste Potenzial für den indirekten Vertrieb. Unser Ziel ist, im Industrial-Segment zusammen mit Rutronik überdurchschnittlich zum Markt zu wachsen. Wir avisieren hier etwa 6 bis 10% an. Der Telekom-Markt dagegen lässt sich allgemein schwer einschätzen. Ähnlich komplex einzuordnen sind die Marktpositionen der einzelnen Relaishersteller in den vertikalen Segmenten. Fujitsu zählt zu den Top 5 weltweit und will im Automotive-Markt mittelfristig gar die Spitzenposition erobern.“

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