Ein patentiertes Verfahren ermöglicht erstmals die steckerlose Kontaktierung zwischen Messstelle und Modul. Das Sensorkabel wird einfach in das Modul geschoben, wo es automatisch kontaktiert und verriegelt.
Einfach stecken: Das M-TDC 8, die Abkürzung steht für Thermo-Direct-Connect, ermöglicht es, Thermoleitungen direkt, schnell und unkompliziert zu kontaktieren.
Ebenfalls stark verbreitet sind Temperatursensoren auf Basis einer Zwei-Draht-Thermoelement-Leitung. Dazu gehören beispielsweise Typ K (NiCr-Ni), da sie über eine günstige Fühlerleitung und einfache Anschlusstechnik verfügen. Allerdings ist für den Messtechniker die Kontaktierung von Fühlerleitungen an Steckern ein aufwendiger und zeitintensiver Vorgang, der immer noch manuell erfolgt. Dabei werden die beiden Leitungen händisch mit den Schraubkontakten der Stecker verbunden. Um zu verdeutlichen, wie aufwendig und zeitintensiv man bisher arbeiten musste, nachfolgend die notwendigen Arbeitsschritte:
Mantel der Leitung abisolieren,
beide Adern abisolieren,
Steckerdeckel aufschrauben und entfernen,
Zugentlastungshülse überstülpen und aufcrimpen,
Fühlerleitung in die U-Form umbiegen,
beide Schraubkontakte lösen,
abisolierte, gebogene Fühlerader unter die Kontakte einlegen,
Kontakte festschrauben und
Steckerdeckel auflegen und festschrauben.
Ein weiteres Problem: es kann schnell zu einer Verpolung der Drähte kommen. Trotz Farbkennung kann die Plus-Ader (NiCr) mit der Minus-Ader (Ni) verwechselt werden. Die Folge: eine mit dem Vorzeichen gedrehte Thermospannung wird an die Messtechnik übergeben. Steigt insofern die Temperatur am Fühler physikalisch, wird eine umgedrehte Thermospannung gemessen, die dazu führt, dass die angezeigte Temperatur am Messsystem sinkt.
Wie sich fehlerhafte Messdaten vermeiden lassen
Verpolungen lassen sich nie völlig ausschließen. Fehlerhafte Messdaten können ganze Versuchsreihen und damit verbundene wissenschaftliche Rückschlüsse verfälschen und zunichte machen. Die Kontaktierung von Thermoelement-Leitungsadern mit der Messtechnik und/oder Signalkonditionierung kann über Schraubklemmen, Federzugklemmen oder per Stecker erfolgen. Bei einer festen Messkonfiguration, wie beispielsweise im Schaltschrankbau und bei Prüfständen, findet die Kontaktierung aufgrund der schnellen Umsetzbarkeit häufig über Schraubklemmen oder Federzug statt. Hier werden die Adern zum Anschluss der Messstelle lediglich aufgelegt.
Eine weitere Möglichkeit zur Sensorkontaktierung bieten die Thermoelement-Stecker. Die Messstelle lässt sich schnell von der Messtechnik oder Signalverarbeitung lösen. Vorteil: Bei wechselndem Messaufbau oder unterschiedlichen Fühlern oder Prüflingen lässt sich die Messtechnik in kürzester Zeit anschließen.
Thermoleitungen unkompliziert und direkt kontaktieren
Eine schnelle und unkomplizierte Handhabe verspricht das M-TDC 8 (Thermo-Direct-Connect). Mit dem Modul lassen sich Thermoleitungen steckerlos kontaktieren. Neben der Zeitersparnis wird zudem die Fehlerhäufigkeit gesenkt. Das spezielle TDC-Kabel besteht aus einer Thermoelement-Leitung vom Typ K (weitere Typen sind möglich) mit einem asymmetrischen, birnenförmigen Leitungsquerschnitt. Der Querschnitt verhindert rein mechanisch, dass das Kabel mit der falschen Polung/Orientierung im Gerät kontaktieren kann. Das M-TDC 8 wiederum besitzt eine spezielle Einführungsöffnung, die jenem birnenförmigen Leitungsquerschnitt des Kabels entspricht. Eine verpolte Messstelle wird verhindert. Beim M-TDC 8 handelt es sich um ein Thermomodul mit acht Kanälen. Es misst 106 mm x 30 mm x 63 mm bei einem Gewicht von 305 g.
Das Modul besitzt einen feinmechanisch ausgearbeiteten Sensorleitungs-Kontaktkopf, in den die birnenförmige Sensorleitung eingeschoben wird. Sobald die Fühler in die Messstelle eingeführt werden, kommt es im Thermoblock zu einer Nadelkontaktierung. Die im Gerät verbaute Nadel ist in einer Hülse gelagert und wird mit einer Feder, die einen definierten Gegendruck erzeugt, in den Querschnitt der Fühlerleitung eingestochen. Dank der Federlagerung wird sichergestellt, dass sich die Nadel optimal in den Kern der sieben-adrigen Litze der Fühlerleitung eindrücken lässt und eine sichere elektrische Verbindung aufbaut. Verbaute LEDs signalisieren den erfolgreichen Kontakt. Fixiert werden die Kabel über eine speziell ausgeformte Verriegelungsfeder.
Bildergalerie
Bestehende Stecker und Buchsen verbinden
Dank der Formdichtungen wird die Schutzklasse IP 65 erreicht. Das Kabel wird über eine Hebelfunktion entriegelt: Die Verriegelungsfeder wird leicht nach außen gewölbt und ermöglicht es, dass das Kabel leicht entnommen werden kann. Mit dem TDC-System lassen sich bestehende Miniatur-Thermoelement-Stecker und -Buchsen anschließen. Damit ist das Kabel- und Kontaktierungssystem zu bestehenden Sensorsystemen kompatibel.
Über die Adapterbuchse für das M-TDC 8 lassen sich auch herkömmliche Thermoelement-Stecker mit Kontaktblechen in die Buchse einschieben. Dazu verfügt die Adapterbuchse über einen automatischen Verriegelungsmechanismus, der per federgelagerten Nadelkontakt die TDC-Sensorleitung verbindet. Die Buchse bietet keine mechanische Entriegelungstechnik. Darum sollte eine TDC-Leitung nur einmal in die Buchse eingesetzt und befestigt werden, da es bei Entnahme zu einer dauerhaften Verformung der Verriegelungsfeder kommt.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.