Von der Anzeigeeinheit wird sich das Display zu einem Steuer- und Darstellungsmultitalent entwickeln. Parallel wird sich die Holographie aber auch das Mikro-LED-Display entwickeln. Ein Ausblick.
Display-Technik: Das 3D-Display im Armaturenbrett gibt die Informationen an den Fahrer weiter.
(Bild: Continental)
Im Sinne fragwürdiger Angebote auf dem Jahrmarkt hilft es wohl niemandem in die Kristallkugel zu blicken. Den Ausblick in die nahe oder etwas fernere Zukunft dagegen können und müssen einige Kenner der Branche wagen. Mit entsprechender Expertise wird die Sicht auf anstehende Displaytrends dann sogar noch klarer.
Die volle Bandbreite bei der Display-Technik
So hat nicht zuletzt die diesjährige komplett digital abgelaufene Display Week gezeigt, womit in nächster Zeit zu rechnen ist: Im 2D-Umfeld der Flachdisplays wird es über kurz oder lang, beziehungsweise über teuer bis bezahlbar, von LC- und OLED-Displays zu Mikro-LED-Displays gehen. Parallel dazu wird sich ohne Zweifel die Holographie entwickeln. In sehr vielen unterschiedlichen Varianten. Wichtig ist hierbei der Schritt weg von stereoskopischen hin zu volumetrischen Darstellungen.
Die Reise der Displays geht weiter: Sie entwickelten sich aus den einstigen Anzeigeeinheiten zu ultimativen Steuer- und Darstellungsmultis. Aus reinen, digitalen Anzeigen für computergenerierte oder verteilte Informationen werden integrierte beziehungsweise integrierbare Funktionalitäten und aktiv kontrollierbare Oberflächen. Displays sind bereits heute ein Muss in allen beliebigen Anwendungen.
So nutzen die Displays zunehmend sämtliche – auch die bisher noch nicht so bekannten – Eigenschaften des Lichts. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Beleuchtung und Display. Schließlich werden Displays immer smarter und bieten zusätzliche Sensoren beziehungsweise Funktionen wie beispielsweise In-Cell-Touch, Finger-Abdruck-Sensor, eingebettete Kameras oder Sensoren für andere, unterschiedliche Informationen.
Mikro-LED-Display als nächstes Flaggschiff
Entsprechend werden Displays inzwischen in jeder Größe und Ausstattung hergestellt: Von flexiblen, biegbaren bis rollbaren, von transparenten, transluzenten bis glasklaren, von hinterleuchteten bis selbstleuchtenden Bildschirmen für zwei- bis dreidimensionale Darstellung. Für Flachdisplays, also im Umfeld von 2D, sind Mikro-LED das nächste Flaggschiff. Aktuell werden in diesen Entwicklungsschritt sehr viele Ressourcen und Energien investiert. Allerdings sind die Kosten dieser Technik auf absehbare Zeit noch nicht wirklich Mainstream tauglich.
Bis es soweit ist, werden OLEDs in den ganz unterschiedlichen technischen Kombinationen weiter vorangetrieben. Das kann beispielsweise mit und ohne Quanten-Dots sein. Auch hier wurde bereits sehr viel Arbeit und Aufwand in die Entwicklung investiert. Denn: Auch wenn OLEDs fast schon zyklisch immer wieder einem absehbaren, technisch-erreichbaren Ende entgegen gehen, ist ganz nach dem Motto „Totgesagte leben länger“ doch immer wieder noch etwas rauszuholen. Wie gesagt temporär unter Vorbehalt. Wenn Mikro-LEDs massentauglich bezahlbar werden, dann wird das O in OLEDs wohl tatsächlich verdrängt.
Parallel und mit viel Schwung wird die Entwicklung dreidimensionaler Displays vorangetrieben. Oder vielmehr wird die Entwicklung von Displays vorangetrieben, die dreidimensional darstellen können: Treibende Systeme in diesem Gebiet sind beispielsweise Holographie, Light Field Technology oder Enriched Reality, um einige Ansätze zu nennen. Zur Erinnerung: Ein Hologramm ist – im einfachsten Fall – eine zweidimensionale Oberfläche, die Licht so brechen und beugen respektive verteilen kann, dass bei geeigneter Beleuchtung dreidimensionale, vollfarbige Objekte dargestellt werden können. Sie scheinen dann mit voller Beweglichkeit und Dynamik hinter und oder vor dieser Oberfläche zu sein.
Wenn Anzeigen echt dreidimensional werden
Damit ist der nächste Entwicklungsschritt zu gegenwärtigen dreidimensionalen Darstellungen deutlich: Anzeigen werden echt dreidimensional, es geht um die echte volumetrische Darstellung. Denn im Gegensatz zur heutigen 3D-Darstellungsmöglichkeit, verändert sich die Anzeige von stereoskopischer beziehungsweise autostereoskopischer Anzeige hin zu dreidimensionalen, volumetrischen Erscheinungen.
Der wesentliche Unterschied ist, dass das Gehirn das Gesehene nicht umrechnen muss, sondern konsumieren kann, was die Augen aufnehmen. Ein Beispiel: Bei aktuellen, stereoskopischen 3D-Brillen werden unterschiedliche Informationen für das rechte und linke Auge übermittelt, aber eben nur für einen räumlichen Aspekt. Alle anderen räumlichen Aspekte muss das Gehirn dann neu erschaffen. Displays werden in naher Zukunft respektive für die nahe Zukunft neu gedacht. Das geht bis hin zu Smart Skin oder Smart Surface.
Stand: 08.12.2025
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Displays werden zu modulierbaren, dreidimensionalen Objekten: Künftig zeigen sie nicht mehr nur Ansichten, sondern werden selbst zur Ansicht. Das schafft neue Formate für Grafiken, Scanner, Drucker, Mathematik oder CAD, aber auch für Einrichtungen, Design, Gestaltung, Robotik und viele weitere Anwendungen. Und das wiederum schafft neue Möglichkeiten für medizinische Analysen, Ausbildung und Training, Wissenschaftliche Datendarstellungen, Simulationen, Architektur und Konstruktion, Landkarten und Übersichten für Privatanwender, industrielle und hoheitliche Dienste und damit riesige gestalterische Freiheiten für funktionales Design.
Aber: Dieser Paradigmenwechsel bringt die Notwendigkeit für neue, präzisere Funktionen mit weniger beziehungsweise bisher unbekannten Nebeneffekten, größerem (Daten-)Durchsatz, geringeren Kosten und besser kontrollierbaren Produktionsprozessen bei der Displayentwicklung.