Ladetechnologien

Wie sich Akkus dank Qi-Standard einfach schnurlos laden lassen

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Unabhängiger Unternehmensverband schafft einheitlichen Ladestandard

Mit mehr als 100 Mitgliedern aus der Industrie hat das Wireless Power Consortium (WPC) eine einheitliche Spezifikation namens „Qi“ verabschiedet. Mit der Gründung des Qi-Standards können nun Zubehörteile verschiedener Hersteller jedes Gerät aufladen, das auch das Qi-Logo trägt. Das WPC treibt die Interoperabilität zwischen verschiedenen Wireless-Ladetechniken voran und sorgt für eine weitere Verbreitung der Technik. Zubehör wie die Backplates und Ladestationen von Energizer zählen zu den ersten Qi-konformen Lösungen.

Endanwender wollen kein sperriges Zubehör

Die erste Qi-konforme Lösung für drahtloses Laden ist immer noch eine diskrete Lösung. Das Wireless-Ladepad und iPhone-Sleeve kosten ca. 79 bzw. 39 US-$. Durch deren Qi-vorgegebene Universalität sind sie ein Schritt in die richtige Richtung; die hohen Kosten und die eher schlechte Ästhetik sind aber unvorteilhaft. Durch die höheren Kosten der Ladepads auf Basis diskreter Lösungen tendieren OEMs eher nicht dazu, sie als Zubehör beim Lieferumfang des Mobilgeräts mit hinzuzupacken. Und die Endanwender sind eher zurückhaltend, wenn es um sperriges Zubehör für drahtloses Aufladen geht.

Wie sieht die zukünftige drahtlose Ladetechnik aus?

Laut den Marktforschern von IHS iSuppli soll sich bis zum Jahr 2014 das Angebot an drahtlosen Ladelösungen um das 70-fache erhöhen. Die Einführung des weit verbreiteten Qi-Standards diktiert zusammen mit dem Smartphone- und Tablet-Phänomen die Notwendigkeit für drahtloses Aufladen zu jeder Zeit und an jedem Ort. Die drahtlose Ladetechnik wird damit allgegenwärtig, wenn sie folgende Anforderungen erfüllt:

  • kosteneffizient,
  • ästhetisch neutral oder unsichtbar,
  • sicher für den Endanwender,
  • allgegenwärtiges Support-Ecosystem.

Jede dieser Forderungen bedarf einer Erklärung: Kosteneffiziente drahtlose Ladetechnik ist erforderlich, um die Integration in Mobiltelefone zu rechtfertigen. Ein kostengünstiger Transmitter regt die Netzwerkbetreiber (AT&T, Verizon, Sprint etc.) und Hersteller (Samsung, LG, Nokia etc.) eher an, Ladepads als Accessoire zusammen mit dem Mobiltelefon zu verkaufen, anstatt es als zusätzliches, neues Zubehörteil im Markt anzubieten. Endanwender werden von den Geräten erwarten, dass sie über integrierte drahtlose Ladetechniken verfügen, sobald sie Ladepads in den Packungen finden und sich an deren Anwendung gewöhnen. Nur nach dieser anfänglichen Einführung in die drahtlose Ladetechnik zuhause schätzen Endanwender dieses Service-Angebot auch an anderen Orten (Flughafen, Hotels, Cafés, Restaurants, Kaufhäuser etc.).

Kunden wollen dünnere, schlankere und leichtere Smartphones

Die Idee der integrierten drahtlosen Ladetechnik für Mobiltelefone geht einher mit dem Wunsch nach dünneren, schlankeren und leichteren Smartphones. Backplates und Sleeves des nachgelagerten Zubehörmarkts sind weniger erfolgreich, da sie ein Widerspruch zum Trend im Mobiltelefon-Design sind. Kunden wollen kein zusätzliches Gewicht und keine größere Abmessungen, wenn es um drahtloses Aufladen geht. Die beste Wireless-Ladetechnik ist für den Anwender unsichtbar. Wireless-Lade-Sleeves als Zubehör sind eine temporäre Lösung, zumindest für Highend-Smartphones.

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