Gefährliche Plagiate

Wie Produktpiraten Prüfzeichen missbrauchen

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Elektrische Haushaltsgeräte auf Platz eins

Auf Platz eins der von den Behörden aufgespürten gefährlichen Produkte stehen 2010 elektrische Haushaltsgeräte. Platz zwei belegen Kinderspielzeuge, zum Beispiel Bälle, Plüschfiguren, Spielzeugautosets und ein Kinderfaschingskostüm. Es folgen Bedarfsgegenstände für Heim und Freizeit wie Feuerzeuge und Kleber auf Platz drei.

Mit 36% am häufigsten verstießen die von den Behörden aufgespürten Produkte gegen die sogenannte „Niederspannungsrichtlinie“, die europaweit alles regelt, was geräteseits mit Elektrizität betrieben wird. So waren hier etwa Reis- und Wasserkocher oder Haartrockner, Heizlüfter oder Waschmaschinen auffällig. Meistens bestand die Gefahr eines Stromschlags. Aber auch Überhitzungs- und damit Brandgefahren wurden bemängelt. 30% aller Produkte verletzten die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen des deutschen Dachgesetzes für technische Geräte und Produkte (das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz; GPSG). An dritter Stelle standen mit 24% Verstöße gegen die Spielzeugrichtlinie. Die aktuelle Auswertung bezieht sich erstmals nur auf Produkte, die dem GPSG unterliegen.

Die Erkenntnis: Gute Arbeit und gute Qualität gibt es nicht zum Schleuderpreis. Daher sollte jeder Konsument eine gewisse Sensibilität dafür aufbringen, ob die offerierte Leistung zum angegebenen Preis möglich ist, ohne bei seinem Schnäppchen auf Qualität und Sicherheit verzichten zu müssen.

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