Bauteileverfügbarkeit im Blick Wie Obsoleszenz-Management Produktionskosten reduziert
Die Lebenszyklen von Systemen sind oft länger als die der Komponenten. Ein Austausch nicht mehr verfügbarer Bauteile wird teuer – es sei denn, Obsoleszenz wurde rechtzeitig eingeplant.
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Kostenintensive Versorgungsengpässe entstehen, wenn Bauteile, Baugruppen, Materialien, Werkzeuge, Software, Prozesse oder Standards, welche zur Herstellung oder Instandsetzung des eigenen Systems benötigt werden, nicht mehr verfügbar sind. Dieses problematische Phänomen wird als Obsoleszenz bezeichnet.
Je länger die Lebens- und Nutzungsdauer eines Systems, desto häufiger und mit schwerwiegenderen Folgen treten Obsoleszenz-Fälle auf. In Branchen der Luft- und Raumfahrt, Telekommunikation, Energie, Automotive, Bahn- und Transporttechnik sowie im militärischen Bereich wird erwartet, dass Systeme über einen überdurchschnittlich langen Zeitraum von oft mehreren Jahrzehnten gefertigt, betrieben und instand gehalten werden.
Verfügbarkeitsfenster von Bauelementen
Statistiken belegen, dass 1970 der Marktanteil des Militärs (also für langverfügbare Systeme) am Halbleitermarkt bei 35% von 4,2 Mrd. Dollar lag. Im Jahr 2000 macht das Militär nur noch weniger als 0,3% von 316 Mrd. Dollar aus. Das heißt, das Volumen ist zwar gestiegen, aber prozentual nichts mehr wert.
Diese Tatsache beeinflusst die Verfügbarkeitsfenster von Bauelementen ganz massiv, weil die Hersteller ihre Roadmap der Nachfrage anpassen, die heutzutage zum Großteil aus dem Consumer-/Computer-Umfeld kommt. Diese Entwicklung ist auch nicht reversibel. Die technische Evolution und technologische Revolutionen wie die Entwicklung vom VHS-Band zur Blu-Ray sind schließlich nicht umkehrbar.
Auslöser der Obsoleszenz sind auch umweltpolitische Restriktionen wie REACH oder RoHS oder auch Allokationen, also vorrübergehende Obsoleszenz durch teilweise enorm lange Lieferzeiten bis zu mehreren Jahren.
Deshalb ist es wichtig, frühzeitig auf veränderte Gegebenheiten zu reagieren. Nur eine maßgeschneiderte Lösung für umfassendes Obsoleszenz-Management von der Entwicklung bis hin zur Instandhaltung von Geräten und Systemen inklusive des dazugehörigen Equipments wie Herstellungs-, Support- und Prüfsysteme kann extreme Folgekosten für Ersatzbeschaffungen vermeiden.
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