Unterwasserrobotik

Wie können autonome Unterwasserfahrzeuge im Schwarm agieren?

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Intelligente Vernetzung unter Wasser

Doch erweisen sich die Arbeitsverhältnisse unter Wasser sowohl für Menschen als auch für Roboter als unfreundlich. Problematisch für letztere sind Rost, Wasserdrücke, schlechte Sicht und fehlende Kommunikation. Sensoren und Kamerasysteme, die in der Luft und auf dem Boden zum Einsatz kommen versagen. Auch GPS und Funk funktionieren bekanntlich im Wasser nur sehr eingeschränkt.

„Eine Lokalisierung ist einzig mit aufwendigen akustischen Verfahren möglich damit der Roboter weiß, wo er sich befindet“, sagt der Doktorand und ergänzt: „Jedoch haben wir in erster Linie kein Interesse an der Entwicklung bestimmter Sensoren, die etwas messen können. Wir konzentrieren uns auf Roboter, die diese Sensoren durch den Raum, beziehungsweise durch das Wasser tragen.“

Dort erfüllen sie ihren Job und analysieren, wo sie als nächstes messen werden. Ihre Aufgabe ist getan, sobald sie ein bestimmtes Strömungsfeld aufgespürt haben. Solowjow: „Das ist bislang in der Technik wenig erforscht und Gegenstand unserer Grundlagenforschung. Dahinter steht die Frage: Wie können wir Roboter bauen, die als Schwarm agieren und dabei die beschriebenen Aufgaben lösen.“

Schwierig wird es, das koordinierte Schwarmverhalten von beispielsweise Fischen und Vögeln auf ein technisches System zu übertragen. Die Frage die sich dem Jungforscher stellt ist, nach welchem Prinzip die Fische Informationen im Schwarm verarbeiten und darauf reagieren oder sich synchronisieren. „Das ist etwas, das wir versuchen mit unserem Robotersystem umzusetzen.“ Denn in den Tiefen des Meeres sind die Roboter auf sich alleine gestellt.

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