Gewinnspiel für Studenten Wie junge Ingenieure über Analogtechnik denken (Teil 3)

Redakteur: David Franz

Angehende Elektroingenieure interessieren sich überwiegend für Digitaltechnik und Software. Doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Analogtechnik hochinteressant und auch künftig unverzichtbar ist. ELEKTRONIKPRAXIS sprach mit jungen Ingenieuren von Analog Devices über ihren Einstieg in das Unternehmen, die tägliche Arbeit und berufliche Perspektiven.

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Thorsten Uhlenkamp arbeitet seit 2014 als Applications Engineer bei Analog Devices. Vorher studierte er Elektrotechnik an der TU München, der Chalmers Tekniska Högskola in Göteborg und der TU Braunschweig und hat einen Abschluss als M.Sc.
Thorsten Uhlenkamp arbeitet seit 2014 als Applications Engineer bei Analog Devices. Vorher studierte er Elektrotechnik an der TU München, der Chalmers Tekniska Högskola in Göteborg und der TU Braunschweig und hat einen Abschluss als M.Sc.
(Bild: Analog Devices)

ELEKTRONIKPRAXIS: Was fasziniert Sie an der Analogtechnik und wo findet man Analogtechnik eigentlich?

Die Analogtechnik bildet das Bindeglied zwischen der realen, physikalischen und der digitalen Welt. Sie setzt die analogen Signale von Sensoren in 1 und 0 um und ermöglicht die computergestützte Steuerung und Regelung von Aktoren. Die Vermessung und Steuerung unserer Umgebung sind die Kernprinzipien hinter aktuellen Trends wie dem Internet of Things (IoT) und Big Data. Die Aufnahme von Messdaten bildet für Industrie, Forschung und Entwicklung die Grundlage zum Verstehen unserer Umgebung. Aus den Messdaten lassen sich Rückschlüsse ziehen, die Wissen schaffen. Das gewonnene Wissen erlaubt einen Vorsprung in der Entwicklung und ermöglicht Innovationen. Genau das macht die Analogtechnik so spannend.

ELEKTRONIKPRAXIS: Welche beruflichen Perspektiven eröffnet die Analogtechnik und was macht die Analogtechnik attraktiver als andere Bereiche?

Der Einstieg in die Analogtechnik ist einfach. Bereits mit einer Batterie und einem Widerstand kann man LEDs zum Leuchten bringen und hat die erste Schaltung gebaut. Für das hochpräzise oder hochfrequente Auslesen von beispielsweise Photodioden für medizinische Anwendungen wird hingegen deutlich mehr Erfahrung und Wissen benötigt. Viele analoge state-of-the-art Schaltungen sind ziemlich komplex.

Aber die komplexen Lösungen lassen sich durch immer höherintegrierte Bausteine oder durch geschicktes Schaltungsdesign auch wieder vereinfachen oder auf Energieverbrauch, Rauschverhalten bzw. Leistung optimieren.

Dieser Spagat zwischen einfachen und komplexen Schaltungen und die Optimierung des Schaltungsdesigns macht die analoge Elektronik so interessant.

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Verlosung für Studierende: Gewinnen Sie eines von drei Analog Discovery Design Kits

Analog Devices und ELEKTRONIKPRAXIS verlosen drei Analog Discovery Design Kits an Studierende. Füllen Sie als registrierter User der ELEKTRONIKPRAXIS einfach das Teilnahmeformular aus. Die Aktion endet am 31. Oktober 2015. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg und eine Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Analog Discovery Design Kit finden Sie unter: http://www.analog.com/en/education/university-engagement/analog-discovery-design-kit.html.

Analog Devices und ELEKTRONIKPRAXIS wünschen viel Glück!

ELEKTRONIKPRAXIS: Wie sieht ein typischer Arbeitstag/ein typisches Projekt bei Ihnen aus?

Die Aufgaben eines Applications Engineers bei Analog Devices sind abwechslungsreich. In der Kundenbetreuung beantworten wir die technischen Fragen der Kunden zu unseren Bauteilen. Wir helfen ihnen dabei, die Bauteile bestmöglich in ihren Anwendungen einzusetzen. Außerdem geben wir Produktempfehlungen entsprechend der Anforderungen oder passend zum Schaltungsentwurf. In der Kundenbetreuung bekommt man aus erster Hand ein Bild davon, welche Applikationen derzeit entwickelt werden. Hier kann man sich auch technisch und persönlich sehr gut weiterentwickeln.

Ein weiterer Bestandteil des Aufgabengebiets sind Produktvorstellungen, die entweder auf Messen oder beim Kunden bzw. Distributor stattfinden. Spätestens hier lernt ein Ingenieur dann Marketing kennen und sein Produkt zu verkaufen.

ELEKTRONIKPRAXIS: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Wo sehen Sie die Analogtechnik in fünf Jahren?

Der Fokus in der Öffentlichkeit wird sicherlich auf der Digitaltechnik liegen. Da die Analogtechnik aber die digitale mit der realen Welt verknüpft, wird sie für viele Anwendungen unverzichtbar bleiben.

Außerdem wird die Entwicklungsberatung für Schaltungen einen größeren Stellenwert einnehmen. Unsere Referenzdesigns sind jetzt schon sehr beliebt bei den Kunden. Persönlich finde ich den Aufgabenbereich des Field Application Engineers sehr spannend, weil man den Kunden bei der Entwicklung von Lösungen und Anwendungen unterstützt und Einblick in verschiedene Projekte bekommt. Gerade der enge Kundenkontakt macht den Job spannend.

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