Marktreport Wie entwickelt sich der Markt für Steckverbinder 2013?

Redakteur: Kristin Rinortner

Volatile Märkte, Investitionsrückgang, stagnierende Marktumfelder und wachsender Preisdruck kennzeichnen das aktuelle Steckverbinder-Jahr. Trotz alledem zeichnet sich ein Silberstreif von plus 1,5 Prozent Wachstum am Horizont ab.

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Steckverbinder: Marktanteile Steckverbinder in Deutschand für das Jahr 2013
Steckverbinder: Marktanteile Steckverbinder in Deutschand für das Jahr 2013
(Quelle: ZVEI)

Der Steckverbindermarkt in Deutschland hatte im Jahr 2012 ein Volumen von 2015 Mio. Euro und liegt damit um 40 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres, was einem Umsatzrückgang von 1,9 % entspricht (Quelle: ZVEI). Besonders betroffen vom Umsatzrückgang waren Industrieelektronik-Steckverbinder (–6%) und Telekommunikationsstecker (–8,5%). Trotzdem bleiben Steckverbinder für die Industrieelektronik mit einem Marktanteil von 28,5% nach den KFZ-Elektronik-Steckern mit 47,2% der zweitstärkste Umsatzträger in Deutschland.

Für das Jahr 2013 prognostiziert der ZVEI einen Steckverbinder-Marktanteil von 47% für die KFZ-Elektronik und 28,4% für die Industrieelektronik. Steckverbinder für die Datentechnik und Kommunikation legen leicht zu. Wie in den vergangenen Jahren tragen jedoch Steckverbinder für Telekommunikation (9,3%), Konsumelektronik (8,4%) und Datentechnik (6,9%) zusammen nur rund ¼ des Umsatzes bei.

Auf Umsatzzahlen herunter gebrochen bedeutet dies ein Wachstum von gerade einmal 1,5% auf 2047 Mio. Euro. Für 2014 soll sich der Umsatz auf 2097 Mio. Euro erhöhen (plus 2,5%).

Weltweit gesehen belief sich die Marktgröße für Steckverbinder auf einen Umsatz von 36.530 Mio. Euro. Dabei ragen Asien und Americas mit zweistelligen Wachstumsraten aus den anderen Regionen heraus. Für 2013 erwartet man allerdings in Americas einen starken Rückgang, der sich auch 2014 nicht groß verändert. Asien bleibt die Region mit dem stärksten Wachstum, allerdings auf etwas geringerem Niveau.

Im Jahr 2013 bleibt laut ZVEI die Region Asia/Pacific mit einem Anteil von 39,9% die umsatzstärkste Region, gefolgt von Americas mit 23,8%, EMEA mit 21,1% und Japan mit 15,2%.

Solides Wachstum in Zeiten volatiler Märkte

„Auf ein solides Wachstum in Zeiten volatiler Märkte“ blickt auch Frank Stührenberg, Geschäftsführer bei Phoenix Contact zurück. Das Blomberger Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 1,59 Mrd. Euro und legte damit gegenüber 2011 um 4,5% zu. Für 2013 ist man deutlich optimistischer als der Branchendurchschnitt, man rechnet mit einem Plus von 5 bis 7%.

Sowohl Wago als auch Weidmüller schlossen das Geschäftsjahr 2012 mit einem Plus von 1% ab (Gesamtumsatz 570 Mio. Euro bei Wago, 621 Mio. Euro bei Weidmüller). Obwohl für Wago-Geschäftsführer Sven Hohorst „2012 wie schon 2011 kein einfaches Jahr“ war, ist man mit der Geschäftsentwicklung zufrieden, will aber 2013 verstärkt auf flexible Arbeitszeitmodelle setzen. Erwartet wird in Minden ein moderates Wachstum im laufenden Geschäftsjahr.

Schwieriges Branchenumfeld

Auch bei Weidmüller klingen die Aussagen ähnlich: „In einem schwierigen Branchenumfeld konnten wir das Rekordergebnis aus 2012 übertreffen.“, erklärt Vorstandssprecher Peter Köhler. Man halte aber am Ziel fest, 2012 die Umsatzgrenze von 1 Mrd. zu erreichen, fest. Allerdings sind die Erwartungen für das aktuelle Jahr auch bei Weidmüller mit einem „moderaten Wachstum“ eher zurückhaltend.

Harting beendete das Geschäftsjahr 2011/2012 mit einem Umsatz von 479 Mio. Euro und einem Minus von 0,4%. Allerdings endete das Harting-Jahr bereits am 30. September 2012. „Das Ergebnis entspricht voll und ganz unseren Erwartungen, ... da wir uns ... zum Ziel gesetzt hatten, den Umsatz auf dem hohen Niveau des vorherigen Geschäftsjahres zu konsolidieren. Das haben wir geschafft.“, so Dietmar Harting.

Umso optimistischer blickt Philip Harting nach den Ergebnissen des ersten Halbjahrs 2012/2013 in die Zukunft: „Wir freuen uns über 10% Umsatzwachstum. Auftragseingänge von 248 Mio. Euro stimmen uns sehr positiv und wir rechnen fest mit einem weltweiten Wachstum unserer Unternehmensgruppe im mittleren einstelligen Bereich.“

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