In OLEDs wird das Licht in hauchdünnen, halbleitenden Schichten aus organischen Materialien erzeugt. OLEDs arbeiten aufgrund des hohen Wirkungsgrads sehr effizient. Dadurch ist die Wärmeentwicklung äußerst gering. So trägt BMW Organic Light dazu bei, den CO2-Ausstoß weiter zu senken. OLEDs geben das erzeugte Licht nicht punktförmig, sondern im Vergleich zu LEDs großflächig und extrem homogen ab. OLEDs eignen sich daher für den Einsatz bei Lichtfunktionen im Exterieur, bei denen das Gesehenwerden im Vordergrund steht. Dabei werden OLEDs die herkömmlichen LEDs nicht ersetzen, sondern ergänzen.
Bei ersten Serieneinsätzen könnten OLEDs in sogenannten Hybridleuchten die Funktion des Schlusslichts übernehmen, während Bremslicht und Blinker weiter durch LEDs realisiert werden. Mittelfristig wird sich die Effizienz und Leuchtdichte der OLEDs so weit steigern, dass auch andere Lichtfunktionen mit Organischen LEDs umgesetzt werden können. Im Fahrzeuginterieur lassen sich durch den Einsatz von BMW Organic Light angenehme und stilvolle Beleuchtungsszenarien realisieren. Dank ihrer vielfältigen Formbarkeit bieten Organische Leuchtdioden den Designern völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Organische Leuchtdioden geben ihr angenehmes Licht extrem homogen über die gesamte Oberfläche ab. Diese Eigenschaft ist in ihrem besonderen Aufbau begründet. Entgegen herkömmlichen LEDs wird das Licht in OLEDs nicht in Halbleiterkristallen erzeugt, sondern in hauchdünnen, halbleitenden Schichten aus organischen Materialien, meist Polymeren. Diese sind, zusammen mit den stromführenden Schichten, zwischen zwei dünnen Glasscheiben oder Kunststofffolien hermetisch verkapselt. Der gesamte Aufbau der aktiven, Licht emittierenden Schichten ist dabei nur etwa 400 Nanometer hoch (ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter). Das ist ungefähr 150 Mal dünner als ein menschliches Haar, das im Durchschnitt etwa 0,06 Millimeter misst. Die Höhe des gesamten Bauteils entspricht dabei rund 0,8 bis 1,5 Millimeter.
Selective Beam – das Auto übernimmt das Fernlicht
Beim Selective Beam steuert eine Kamera das Auf- und Abblenden. Diese ist im Innenspiegelfuß integriert und überwacht den Bereich vor dem Fahrzeug. Die Bilddaten werden an ein Steuergerät gesendet, das in Sekundenbruchteilen andere Fahrzeuge aus dem Fernlichtstrahl ausblendet. Bei den Xenon- und LED-Scheinwerfern geschieht dies durch ein spezielles, auf blendfreies Fernlicht ausgelegtes, optisches Linsen- oder Reflektor-System. Ist die Straße wieder frei, wird automatisch wieder uneingeschränkt aufgeblendet. Das Ergebnis: längere Fahrzeiten mit Fernlicht und gesteigerte Fahrsicherheit durch bessere Sicht und weitere Vorausschau.
Ohne das Fernlicht einzuschalten, verschenkt der Fahrer viel Sichtweite, wie ein Reichweitenvergleich von Abblend- und Fernlicht zeigt: Das Abblendlicht leuchtet lediglich 70 bis 80 Meter weit. Das Fernlicht reicht hingegen ca. 300 Meter weit. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h legt ein Fahrzeug bei einer Vollbremsung bereits einen Bremsweg von ca. 40 Meter zurück. Rechnet man die Reaktionszeit des Fahrers hinzu, kommt man auf mindestens 80 Meter Anhalteweg. Während man im Hellen auf Sicht fährt – was auf gerader Strecke bis zu fünf Kilometer weit sein kann –, ist die Sichtweite bei Dunkelheit auf die ausgeleuchtete Distanz verkürzt. Wird ein plötzliches Hindernis im Scheinwerferlicht erkannt, reicht der Bremsweg häufig nicht mehr aus, um das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Deshalb ist der permanente Einsatz des Fernlichts mit der wesentlich größeren Reichweite bei Nachtfahrten die wirksamste Art, gefährliche Situationen zu vermeiden.
Stand: 08.12.2025
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Ein Vorteil liegt in der exakten Ausblendung anderer Verkehrsteilnehmer aus dem Fernlichtkegel. Die Lichtverteilung blendfreier Fernlichtscheinwerfer ist so ausgelegt, dass entgegenkommende oder vorausfahrende Verkehrsteilnehmer streulichtarm und absolut zuverlässig ausgeblendet werden. Die Funktion der Schwenkmotoren, die das Fernlicht bewegen, ist bis auf 0,1 Grad genau. Es wird immer nur das minimal nötige Feld ausgeblendet und der Helligkeitsverlust damit so gering wie möglich gehalten. Für den Fahrer bedeutet dies eine jederzeit bestmögliche Ausleuchtung der Straße.