Analoge und digitale Signale müssen nicht nur im Zeitbereich, sondern auch im Frequenzbereich analysiert werden. Rohde & Schwarz vereint verschiedene Messgeräte in seinem Scope, das sich leicht bedienen lässt.
Das RTM2000 von Rohde & Schwarz vereint verschiedene Messgeräte. Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile das bringt.
(Rohde & Schwarz)
Drahtlose Schnittstellen halten immer mehr Einzug in unseren Alltag: Für Entwickler von Embedded-Systemen wird neben der Charakterisierung und Fehlersuche an analogen und digitalen Signalen im Zeitbereich auch die Analysemöglichkeit im Frequenzspektrum immer wichtiger. Wichtig wird die Frequenzanalyse an Embedded-Systemen bei der Suche nach Fehlern, die durch elektromagnetische Störer verursacht werden.
Ausgelöst werden die EMI durch verschiedene Komponenten wie schnelle digitale Schnittstellen oder geregelte Spannungsversorgungen, kurz SMPS (Switched Mode Power Supply). Für die Entwicklung wäre ein Oszilloskop, Spektrumanalysator, Logikanalysator, Protokollanalysator und Multimeter notwendig. Allerdings lassen sich die Geräte in einem Universalgerät zusammenfassen. Dank einer einheitlichen Benutzeroberfläche ist die Bedienung einfacher.
Das Messgerät auf dem Weg zum Multitalent
Die beschriebenen Anforderungen spiegeln sich im Integrationstrend der Messtechnik wider. Begonnen hat die Entwicklung Mitte der 1980er Jahre mit dem Digitaloszilloskop. Die stetig steigende Rechenleistung und die Implementation moderner ASICs und FPGAs ermöglichten es, komplexere Analysen durchzuführen. Kombiniert mit den Mitte der 2000er Jahre eingeführten Logikprobes für digitale Signale bieten Oszilloskope die Möglichkeit, neben analogen auch digitale Signale zu messen.
Ein nächster Schritt war die Integration von Protokolldekodierung und -triggerung serieller Protokolle zeitkorreliert zu den Zeitbereichssignalen. Speichertiefen jenseits von 100 Msample ersetzen in vielen Messaufgaben einen Protokollanalysator. Im Jahr 2010 hat Rohde & Schwarz mit dem R&S RTO die Spektrumanalysefunktion in High-Performance-Oszilloskopen eingeführt. Dabei unterstützte die Hardware die Fast Fourier Transformationen (FFT). Dank steigender FPGA-Rechenleistung ist diese Funktionalität in ersten Modellen der Bench-Ozilloskop-Klasse R&S RTM2000 verfügbar. Abgerundet wird das Funktionspaket mit integrierten Digitalvoltmeterfunktionen – entweder im Tastkopf oder im Grundgerät.
Worauf es bei integrierten Funktionen ankommt
Wichtig bei integrierten Geräten ist, dass die einzelnen Funktionen parallel nutzbar und möglichst unabhängig einstellbar sind. Denn nur durch die parallele und zeitlich korrelierte Analyse, lassen sich Wechselwirkungen erkennen und beheben. Die Funktionen lassen sich unabhängig voneinander einstellen und betreiben. Dadurch herrscht Flexibilität und es müssen keine Kompromisse in der Testabdeckung eingegangen werden.
Wenn für eine Protokollanalyse eine sehr lange Aufzeichnungsdauer benötigt wird, sollte gleichzeitig eine detaillierte Analyse hochfrequenter Signalanteile im Spektrum möglich sein. Während Logik- und Protokollanalysen bereits in den unteren Preisklassen erhältlich sind, bieten nur wenige Geräte eine echte Spektrumanalysefunktion. Einblicke in das Frequenzspektrum sind in der Regel nur über die starre und meist sehr langsame FFT möglich. Sie berechnet das Spektrum über die gesamte aufgezeichnete Messkurve. Da die daraus resultierende Frequenzauflösung und -spanne selten zur Problemstellung passt, muss anschließend der relevante Teil herausgezoomt werden.