Tastaturen Welche Vorteile eine Edelstahltastatur für die Industrie bietet
Edelstahltastaturen schützen vor mechanischer Beanspruchung sowie vor Flüssigkeiten, Staub und Schmutz im medizinischen als auch industriellen Umfeld.
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Maximaler Schutz gegen mechanische Beanspruchung und gegen das Eindringen von Flüssigkeiten, Staub und Schmutz: Die ‚Click-Inox‘ ist die Bezeichnung einer komplett geschlossenen Edelstahloberfläche, deren Tasten dennoch eine taktile Betätigung ermöglichen. Damit steht eine alternative Bedienlösung in extremen Einsatzbedingungen zur Verfügung, die die Kompromisse der bisherigen Dateneingabetechnik aufhebt.
Der mechanische Aufbau der Bedienoberfläche
Das Click-Inox-Prinzip beruht auf einer Edelstahllage mit einer Stärke von 0,2 mm. Die unter der Werkstoffnummer 1.4404 (US AISI 316L) registrierte Edelstahllage besitzt somit eine hohe Korrosionsbeständigkeit.
Im ersten Bearbeitungsschritt wird die Lage auf die Abmessungen der künftigen Bedienoberfläche geschnitten. Das kann sowohl eine klassische Tastatur als auch ein Bedienpanel mit integriertem Display und/oder Touchscreen sein. Danach erfolgen die Beschriftung und der Prägeprozess, der auf Grund bestimmter mechanischer Vorrichtungen patentiert ist.
Wegen der starken Oberflächenspannung sind bisher ausschließlich runde Tastenformen möglich, die Fachkreise als Domprägung bezeichnen. Tasten mit einem Durchmesser von 15 oder 17 mm haben sich bisher als praktikabel erwiesen. Es sind allerdings auch Größen darunter oder darüber möglich.
Der Tastenhub und ein kräftiges Betätigungsgefühl
Grundsätzlich gilt: Je größer der Durchmesser der Taste ist, desto geringer ist die aufzubringende Betätigungskraft. Der Tastenhub beträgt bei allen Größen 0,8 mm. Dadurch ergibt sich ein prägnantes, kräftiges Betätigungsgefühl, bei der der Bediener abhängig von der Tastengröße zwischen 4 und 6 Newton für die Betätigung einer Taste aufwendet. Click-Inox-Bedienoberflächen sind daher nicht für die dauerhafte und hochfrequente Dateneingabe geeignet, wie sie die Erfassung umfangreicher Texte und Daten darstellen.
Vielmehr eignen sie sich zur Eingabe kurzer Datenfolgen, wie es in der Maschinen- und Gerätebedienung üblich ist. Die Lebensdauer einer Taste beträgt mindestens 4 Millionen Betätigungen.
Die Anordnung der zu prägenden Tasten kann der Kunde frei wählen. Im Prinzip sind der Anzahl der Tasten und deren Position keine Grenzen gesetzt. Lediglich ein Mindestabstand von 3 mm zwischen den Tasten muss eingehalten werden, um ein einwandfreies Funktionieren der Einzeltaste zu sichern. So ist ein Einzeltaster ebenso möglich wie ein komplettes MFII-Layout mit 105 Tasten.
Montage auf einen elektronischen Funktionsträger
Nach Beschnitt und Prägung erfolgt die Montage mit dem elektronischen Funktionsträger. Der Funktionsträger kann eine herkömmliche Leiterplatte sein, die mit einer Materialstärke von 2 mm zusätzliche Stabilität verleiht.
Möglich ist ebenso eine Polyester-Schaltfolie, die mit Silberleitlack bedruckt ist und den Aufbau besonders flach hält. Die Kontakte bestehen aus kammartig ineinander greifende Strukturen aus leitfähigen Bahnen. Die Verbindung der Edelstahllage mit Leiterplatte oder Schaltfolie erfolgt mit einer stark haftenden Klebeschicht, die zwischen den Tasten und den Kontakten ausgespart ist.
Der weitere mechanische Aufbau der nunmehr funktionsfähigen Bedieneinheit richtet sich nach der gewünschten Systemintegration des Kunden. Click-Inox-Tastaturen können geklebt, geschweißt, geklemmt oder geschraubt werden. Bei einer Frontalintegration beispielsweise nimmt eine tiefer gefräste Edelstahlplatte die Funktionseinheit aus Edelstahllage und Leiterbahn/Schaltfolie auf und kann ihrerseits mit rückseitig angebrachter Stehbolzen mit dem System verbunden werden.
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