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Die verschiedenen Varianten der Tastaturbeschriftung
Zur Beschriftung der Bedienoberfläche stehen Lasern, Ätz-Gravur und Siebdruck zur Verfügung. Jede dieser Beschriftungsmethoden hat ihre Vor- und Nachteile und sollte je nach Einsatzumgebung und -bedingung gewählt werden. Beschriften lassen sich sowohl die Tasten als auch die neutrale Fläche außerhalb.
Siebdruck kommt vor allem dort zur Anwendung, wo gering aggressive Flüssigkeiten, Staub oder Keime auf die Oberfläche der Tastatur gelangen. Während das Abwischen mit normalem Kraftaufwand kein Problem darstellt, kann sich eine erhöhte mechanische Beanspruchung negativ durch Abrieb der Symbole auswirken. Ein Beispiel ist die Bedienung mit rauen Industriehandschuhen.
Geätzte Symbole für den anspruchsvollen Einsatz
Die Ätz-Gravur ist ein hochpräzises Verfahren, das die Vertiefung der gewünschten alphanumerischen Zeichen oder Symbole bewirkt. Zudem ist die Einfärbung der Vertiefungen möglich, woraus ein kreativer Spielraum für die Gestaltung des Bediendesigns entsteht. Geätzte Symbole sind weitaus länger haltbar als siebgedruckte Zeichen. Besonders aggressiven Substanzen widerstehen sie ohne Probleme.
Als ideale Beschriftungsvariante zählt das Lasern der Zeichen. Allerings ist dieser Vorgang bei der Click-Inox-Mechanik eingeschränkt möglich. Momentan ergeben sich noch Veränderungen der Oberflächenstruktur der Tasten und damit eine negative Veränderung der Taktilität. Eine standardisierte Lösung soll bis 2012 möglich sein. Erste Feldtests speziell bei der HDK-Tastaturfamilie verliefen bereits ohne Einschränkungen. Eine Zwischenlösung ist die Beschriftung der neutralen Fläche außerhalb der Tasten.
Eine Symbolhinterleuchtung ist bei Click-Inox nur bedingt möglich. Nicht realisierbar ist die Beleuchtung von Symbolen, die direkt auf der Taste aufgebracht sind. Der notwendige Ausschnitt des jeweiligen Zeichens reduziert die Lebensdauer der Taste erheblich und verschlechtert deren Taktilität. Gut möglich ist hingegen die Hinterleuchtung von Zeichen, die außerhalb der Taste liegen.
Oberflächen aus Folien
In industriellen und hygienesensiblen Einsatzumgebungen haben sich Bedienlösungen mit geschlossener Oberfläche längst durchgesetzt. Sie dichten den Innenraum und die Elektronik nach außen hin ab und vermeiden damit Störungen an der Mensch-Maschine-Schnittstelle.
So sind heute meist foliengedeckte Lösungen im Einsatz, im Hygienebereich zusätzlich Oberflächen aus Silikon. Nontaktile Technologien wie kapazitive Sensoren oder Piezotaster ergänzen diese. Einsatzbereiche mit extremen Bedingungen führen diese Lösungen jedoch oft an ihre Grenzen. Der Vorteil, den Click-Inox-Lösungen gegenüber den genannten Varianten bieten, besteht in der ebenfalls geschlossenen aber weitaus robusteren Oberfläche.
Viele Konstrukteure sind sich einig, dass eine Oberfläche aus Edelstahl maximalen Schutz bietet. Die bisher angebotenen Eingabelösungen aus Edelstahl besitzen jedoch entweder Tastenspalten wie bei klassischen Lang- und Kurzhubtastern, die einen Zugang zum Innenraum und zur Elektronik eröffnen, oder sie bieten keine taktile Bedienung wie bei der Verwendung von Piezotastern. Die Click-Inox-Technologie ist hingegen eine Kombination beider Anforderungen: Tasten mit mechanischer Rückmeldung und eine geschlossene Oberfläche.
Tastaturen mit geschlossener Oberfläche und robuster Bauweise
‚Hygienic Design Keyboards‘ oder ‚HDK-Familie‘ ist die Bezeichnung einer neuen Tastaturreihe, die Sasse Elektronik anbietet. Die Modelle besitzen eine Click-Inox-Bedienoberfläche und werden als Edelstahlgehäuse- oder Fronteinbauversion angeboten. Die geschlossene Oberfläche und eine robuste Bauweise eignen sie für den Einsatz in schwierigen Umgebungen.
Mit einem maximalen Stoßfestigkeitsgrad von IK10 widerstehen sie harten mechanischen Beanspruchungen. Dies trifft für die Abriebfestigkeit der Zeichen zu, die per Laser erzeugt werden. Bei einem Tastendurchmesser von 15 mm ergibt sich ein straffer Tastenanschlag, der jedoch Fehlbedienungen weitgehend eliminiert. Das trifft vor allem bei der Bedienung mit Handschuhen zu, bei der die natürliche Sensitivität des Bedienenden stark reduziert ist.
Angeboten wird das ‚Hygienic Design Keyboard‘ zunächst aktiv für den Einsatz in herstellenden Industrien von Nahrungsmitteln, pharmazeutischen, kosmetischen und biotechnischen Produkten sowie chemischen Erzeugnissen an. Kundenspezifische Änderungen sind für nahezu jede Baugruppe möglich. Dies reicht von der individuellen Konfiguration der Bedienoberfläche nach Anzahl, Anordnung und Durchmesser der Tasten bis hin zur Anpassung des Gehäuses.
* * André Zeidler ist freier Autor für das Thema Dateneingabe mit Bediengeräten aus Edelstahl.
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