Industrie und Kommunen können von Low Power Wide Area Networks (LPWAN) mit sensorbasierten Techniken profitieren. Klimaschutz, bessere Ressourcennutzung und die Digitalisierung im ländlichen Raum werden LPWAN im Jahr 2025 vorantreiben.
Mit LPWAN-IoT können Unternehmen dank etablierter Technologien und benutzerfreundlicher Plattformen schnell auf aktuelle Situationen reagieren. Ein Beispiel ist die intelligente Heizungssteuerung in Zeiten der Energiekrise.
(Bild: Alpha-Omega Technology)
Das Internet der Dinge wird bis zum Jahr 2025 einen signifikanten Einfluss sowohl im privaten Umfeld als auch in der Industrie bekommen. Die nächste Generation von IoT-Entwicklungen verspricht nicht nur Kostensenkungen und Prozessoptimierungen, sondern adressiert auch drängende globale Probleme wie Klimaschutz, Ressourcenknappheit und ländliche Digitalisierung. Ein Treiber der Entwicklung ist Low Power Wide Area Network (LPWAN) und die dazugehörigen sensorbasierten Techniken. Mit den Daten eröffnen sich neue Möglichkeiten, von der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben wie dem ESG-Reporting bis zur Schaffung smarter Regionen, in denen kleine Gemeinden durch Kooperation die digitale Zukunft gestalten.
Alpha-Omega Technology mit ihrem iot-shop, dem nach eigenen Angaben größten Onlineshop für Niedrig-Energie-Netzwerke (LPWAN), haben bereits über 5.000 Unternehmen und Kommunen bei der Umsetzung von IoT-Projekten unterstützt. Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Erfahrung und tiefen Marktkenntnis sehen die Experten für 2025 großes Potenzial und folgende Trends für sensorbasierte IoT-Lösungen.
LPWAN für sensorbasiertes IoT
Akteure verschiedener Branchen – produzierende Betriebe, Dienstleister, der Einzelhandel, Stadtwerke oder Kommunen – nutzen ein Internet-of-Things (IoT), um Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Dabei kommen Low Power Wide Area Networks (LPWAN) zum Einsatz. Heute existieren bereits viele etablierte IoT-Anwendungen auf Basis von LPWAN. Sie lassen sich einfach installieren und anpassen. Weitere Anwendungen für LPWAN sind zum Beispiel eine Kamera, die datenschutzkonforme Zähldaten der Verkehrsteilnehmer überträgt. Unternehmen nutzen die zuverlässige Möglichkeit, um Energieverbrauch, Luftqualität, Umweltdaten oder Ressourcennutzung zu überwachen und zu steuern. Die Lösungen ermöglichen Unternehmen, Forschungsinstituten und Vereinen die kontinuierliche Datenerfassung ihres Bedarfs sowie das Management und die Analyse der Daten in Echtzeit und unabhängig vom eigenen Standort.
LPWAN schafft Datengrundlage
Gesetzliche Vorgaben, regulatorische Anforderungen und solche des Marktes veranlassen die Wirtschaft immer stärker, ihre Maßnahmen für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung transparent zu machen. So ist Anfang 2023 etwa die EU-Richtlinie „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) in Kraft getreten. Sie verpflichtet große Unternehmen, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft durch ein ESG-Reporting – ein EU-weit einheitliches elektronisches Berichtsformat – offenzulegen. Die Abkürzung ESG steht für Environmental, Social and Governance. Das Reporting soll eine strukturierte Analyse der veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen ermöglichen.
Berichtspflichtige Unternehmen schaffen die erforderliche Datengrundlage, indem sie verschiedene Faktoren wie Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Luftqualität, Abwasserbelastung oder Abfallarten- und mengen systematisch erfassen. Auf Basis der Messwerte leiten sie konkrete Maßnahmen ab, beispielsweise in den Bereichen Einsparung von Energie, Schonung von Ressourcen und Verringerung von Emissionen. Die Daten werden überall im Unternehmen erfasst, wo Umweltwirkungen entstehen, also in Produktionsstätten, Büros und Logistikzentren oder auch im Außenbereich an Wasser- oder Energiequellen.
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für den Einsatz von IoT-Sensoren mit LPWAN. Verschiedene spezialisierte Sensoren sind in der gesamten Infrastruktur verteilt: Sie sammeln die Daten an Produktionsmaschinen, in Lagerräumen, an der Gebäudeinfrastruktur und in den Fahrzeugen des Unternehmens. Die Daten werden zentral gespeichert und für das ESG-Reporting aufbereitet. Dabei kommen Standards und Emissionsfaktoren zum Einsatz, um die tatsächliche Umweltbelastung zu berechnen.
Ein Anwendungsbeispiel sind Strom- und Gasverbrauchsmessungen: Intelligente Energiezähler in einem IoT messen den Stromverbrauch direkt an Maschinen und Produktionsanlagen. Die Sensoren senden kontinuierlich Echtzeitdaten jeder einzelnen Maschine oder Produktionslinie. Durchflusssensoren erfassen den Verbrauch von Heiz- oder Prozessgasen in der Produktion und übertragen die Werte über LPWAN an zentrale Datensysteme. Die detaillierte Überwachung des Energieverbrauchs ermöglicht eine gezielte Identifikation von Bereichen mit hohem Energiebedarf. Das Unternehmen kann so Ineffizienzen reduzieren, Lastspitzen vermeiden und gezielte Energiesparmaßnahmen umsetzen.
Stand: 08.12.2025
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Smarte Regionen vernetzen sich
Wenn sich Gemeinden zusammenschließen, um ihre IoT-Infrastruktur und ihr Know-how im Bereich Smart Villages zu bündeln, entstehen Smart Regions – typischerweise in ländlichen oder stadtnahen Gebieten.
(Bild: Alpha-Omega Technology)
Immer öfter schließen sich Gemeinden zusammen und bündeln ihre IoT-Infrastruktur und ihr Knowhow im Bereich Smart Villages. Auf diese Weise entstehen smarte Regionen – typischerweise in ländlichen oder stadtnahen Gebieten, in denen mehrere kleinere Gemeinden in geografischer Nähe und mit ähnlichen Herausforderungen und Bedürfnissen zusammenkommen. Sie setzen Anwendungen zur Energieüberwachung, für das Wasser- und Abfallmanagement, die Verkehrssteuerung oder zur Erfassung von Umweltdaten um.
Die Gemeinden profitieren gegenseitig von ihren Erfahrungen, Lösungsansätzen und Erkenntnissen. Diese Zusammenarbeit fördert ein schnelleres Lernen und eine effizientere Umsetzung. Manchmal teilen sie sich auch die IoT-Infrastruktur wie Sensordaten, Gateways, Plattformen und die Kosten hierfür. Auch die zentrale IoT-Plattform kann in einer smarten Region gemeinsam genutzt werden. Sie bietet eine zentrale Datenverwaltung mit regionalen Anpassungen, auf die alle beteiligten Gemeinden zugreifen können. Die Daten werden je nach eigener Konfiguration geteilt und können gemeinsam ausgewertet werden. Dabei konzentriert sich jede Gemeinde auf die Daten, die für sie geografisch und für ihre spezifischen Ziele relevant sind. (heh)