EU Chips Act Warum der EU Chips Act so wichtig ist

Von Margit Kuther

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Am 18. April 2023 haben sich EU-Rat und -Parlament endlich auf ein Subventionspaket von 43 Milliarden Euro geeinigt, um die Halbleiterindustrie in der EU zu stärken. Warum der EU Chips Act längst überfällig ist, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg.

EU Chips Act: stärkt die gesamte EU-Halbleiter-Wertschöpfungskette.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
EU Chips Act: stärkt die gesamte EU-Halbleiter-Wertschöpfungskette.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Die vorläufige politische Einigung über die Verordnung zur Stärkung des europäischen Halbleiter-Ökosystems, besser bekannt als EU Chips Act, muss jetzt schnellstmöglich Wirkung entfalten.

Die USA haben mit ihrem Chips and Science Act bereits im Sommer 2022 vorgelegt und Fördermittel von 52,7 Milliarden US $ frei gemacht. Europa ist vergleichsweise spät dran und wirft weniger in die Waagschale. Umso wichtiger ist, dass wir bei der Umsetzung des Chips Act keine Zeit verlieren.

Die gesamte EU-Halbleiter-Wertschöpfungskette stärken

Bitkom unterstützt die Ziele des Beschlusses, den EU-Weltmarktanteil in der Halbleiterproduktion bis 2030 auf 20 Prozent zu verdoppeln und die gesamte Halbleiter-Wertschöpfungskette zu stärken. Jetzt muss der EU Chips Act den Weg vom Papier in die Praxis finden.

Eine schnellere und effizientere Freigabe der staatlichen Beihilfen für den Bau der sogenannten ,first-of-a-kind‘-Fabriken ist hierfür entscheidend. Beim Bau dieser großen Chip-Fabriken muss der bürokratische Aufwand für die Unternehmen zudem deutlich sinken. Nur so lassen sich große und auch kleinere Projekte zügig realisieren, was für die globale Wettbewerbsfähigkeit eine zentrale Rolle spielt.

Die Zeit drängt: Allein hierzulande sind neun von zehn Industrieunternehmen in der Produktion auf Halbleiter angewiesen, für 80 Prozent sind sie sogar unverzichtbar. Bislang werden diese in der Mehrheit in den USA oder Asien produziert. Wie gefährlich diese Abhängigkeit werden kann, haben die instabilen Lieferketten während der Coronapandemie gezeigt.

Angesichts der weiter steigenden Nachfrage müssen Europa und Deutschland deshalb schnell unabhängiger werden – und so zentrale Bereiche der Digitalwirtschaft stärken, darunter Telekommunikation, Rechenzentren, Cloud und Edge Computing sowie die klassischen Industriebranchen Automobil- oder Maschinenbau.“ (mk)

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