LEDs in der Allgemeinbeleuchtung Wann wird die LED endlich auf breiter Front akzeptiert?
In immer mehr Bereichen unseres Lebens hat die LED begonnen, Einzug zu halten. Doch was müssen Entwickler noch leisten, damit LEDs auf eine breite Akzeptanz stoßen?
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Festkörper- oder LED-Beleuchtungslösungen sind auf dem Weg, Glühlampen sowie Leuchtstoff- und Kompaktleuchtstofflampen zunehmend zu verdrängen. Gefördert wird dieser Trend durch staatliche Auflagen sowie durch wachsende Anforderungen hinsichtlich Wirkungsgrad, Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit. Daher sind Kompaktleuchtstofflampen, die geringe Spuren von Quecksilber enthalten, sowie LED-Lampen die einzig verbliebene Alternative. LED-Lampen sind RoHS-konform gemäß EG-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe und enthalten kein Quecksilber oder andere gefährliche Stoffe.

In LED-Lampen können LEDs unterschiedlicher Farben gemischt werden, sodass die Farbtemperatur von herkömmlichen Glühlampen bzw. fast jede Farbe in der Normfarbtafel gemäß CIE 1931 erzeugen können. Hinzu kommt, dass sich LEDs via Fernbedienung dimmen oder in Gruppen zusammenfassen lassen.
Wie die LED Einzug in unser Leben hält
Beleuchtungslösungen auf Basis von LEDs eignen sich nicht nur für Wohnanwendungen. In einem 2008 vorgestellten Bericht des US-Energieministeriums [1] wurde geschätzt, wenn alle Einzelhändler in den USA ihre Gefriertheken auf LED-Systeme umstellen würden, „(…)brächte das ein Energieeinsparpotenzial von 25,4 TWh. Das bedeutet Primärenergieeinsparungen von 273,8 TBtu (British thermal unit), was der Jahreserzeugung von vier großen Kohlekraftwerken oder dem jährlichen Energieverbrauch von mehr als 2 Mio. Haushalten entspricht“. Die Umstellung auf LED-Beleuchtungen ist bereits seit einiger Zeit im Gange. So führen immer mehr große amerikanische Einzelhandelsunternehmen wie Walmart [2] LED-Lösungen ein. Das Unternehmen hat bereits im Dezember 2009 seine Metalldampflampen in 650 Geschäften gegen LED-Lampen ausgeauscht. Target [3] hat bis Ende 2010 seine Gefriertheken in über 500 Geschäften auf LED-Beleuchtungen umgestellt, um so jährlich 16 Mio. kWh Energie zu sparen.
LED-Beleuchtung im Umfeld der Lebensmittelindustrie
Auch SuperMax [4] in Puerto Rico stellte sämtliche Verkaufsraumbeleuchtungen auf LED-basierte Lösungen um. Laut einem White Paper von Nualight [5] erhöhen Leuchtstofflampen den Energieverbrauch in Kühlanwendungen wie Gefriertheken, Gefriertruhen, Kühlern und Getränkeautomaten um 25 bis 50%. Tatsächlich eignen sich LED-Lampen für derartige Kühlanwendungen, da sie sehr wenig Wärme abstrahlen. LED-Beleuchtungen verbrauchen weniger Energie und liefern gleichwertiges oder besseres Licht. Zudem belasten LEDs den Kühlkompressor nicht so stark wie herkömmliche Beleuchtungslösungen, deren zusätzlich eingebrachte Wärme mit abführt werden muss. Durch den Einsatz von LED-Beleuchtungen in Lebensmittelkühlanwendungen wird außerdem das Risiko einer Kontaminierung mit Quecksilber beseitigt, das von gebrochenen Leuchtstofflampen ausgeht.
Die LED-Farbe kann an die präsentierten Produkte angepasst werden, und die Lebensdauer der LEDs übertrifft die Lebensdauer der Gefriergeräte bei Weitem. 2008 hat Nualight einen Vertrag mit Tesco [6] über die Umrüstung von 115 Geschäften in Irland abgeschlossen. Seitdem wurden weitere Läden im Vereinigten Königreich und Geschäfte der US-Marke von Tesco, Freshandeasy, umgerüstet. In seinen Geschäften im gesamten Vereinigten Königreich hat Sainsburys [7] mehr als 15.000 Gefriertheken auf LED-Beleuchtungen umgestellt. Sainsburys geht dabei von Energieeinsparungen von 75% pro Gefriergerät aus.
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