OLED-Displays Display-Hersteller setzen in ihren OLED-Fabriken auf FMM mit Gen 8.6

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Mit der Umstellung auf Gen 8.6 und Fine Metal Masks (FMM) in den OLED-Fabriken erwarten Marktexperten ein Wachstum bei Flachbildschirmen. Die Vorteile der FMM-Technologie für Displays liegen in der höheren Auflösung und Effizienz.

OLED-Technik: Die großen Flachdisplay-Hersteller planen in den nächsten Jahren Gen 8.6-Fabriken für OLED-Displays. (Bild:  Samsung)
OLED-Technik: Die großen Flachdisplay-Hersteller planen in den nächsten Jahren Gen 8.6-Fabriken für OLED-Displays.
(Bild: Samsung)

Der Übergang zu Gen-8.6-FMM-basierten OLED-Fabriken (Fine Metal Masks) ist eine bedeutende Entwicklung, die voraussichtlich ein erhebliches Wachstum des Marktes ankurbeln wird. Das weltweit tätige Forschungs- und Beratungsunternehmen Omdia sieht für den Markt von Flat Panel Devices (FPD) im Jahr 2024 eine Marktbelebung um 154 Prozent auf 7,7 Mrd. US-Dollar voraus. Ein wichtiger Treiber für das Wachstum dürfte nach Angaben der Experten von Omdia die Gen-8.6-FMM-Technologie sein.

„Eine komplexe Fertigungstechnologie von OLED-Panels für Notebooks und Tablet-PCs mit dem FMM-Strukturierungsansatz auf Gen 8.6-Substraten führt zu hohen Anlagenkosten für eine relativ geringe Menge an neuen Kapazitäten. Im Jahr 2024 wird die A6-Fertigung von Samsung mit 15.000 Substraten pro Monat die bei weitem größte Einzelinvestition sein und 32 Prozent aller Ausgaben für FPD-Anlagen ausmachen“, kommentiert Charles Annis, Omdias Display Research Practice Leader.

Weitere OLED-Fabriken für Gen 8.6

Jährliches Wachstum der Flachdisplays mit der OLED und LCD-Technik. (Bild:  Omdia)
Jährliches Wachstum der Flachdisplays mit der OLED und LCD-Technik.
(Bild: Omdia)

Der chinesische Display-Hersteller BOE hat im November 2023 angekündigt, eine eigene OLED-Fabrik nach Gen 8.6 FMM zu bauen. Dabei soll ein Großteil der Prozessausrüstung für die erste Phase mit einer Kapazität von 16.000 Substraten pro Monat im Jahr 2025 installiert sein.

Es wird erwartet, dass die Anlagenkosten der OLED-Fabrik etwa 18 Prozent höher sein werden als die von Samsungs A6-Anlage. Die Experten von Omdia gehen von einem anlagenintensiveren Low-Temperature-Polyoxide- (LTPO-)Array-Prozess als. Zum Vergleich: Samsung plant einen Dünnschichttransistor- (TFT-)Prozess.

OLED-Fabriken mit alternativen Technologien

Gleichzeitig planen Wettbewerber eigene OLED-Fabriken der Generation 8.6 mit alternativen Technologien wie Fine Photomask Patterning (FPM). Omdia geht derzeit davon aus, dass sowohl Visionox als auch Japan Display bis 2025 FPM-Fabriken errichten werden. Zusammen mit den Ausbauphasen von BOE und Tianma könnten die Gesamtausgaben für Anlagen das Niveau von 2024 übersteigen.

Während die OLED-Fabrik von BOE in Kürze mit der Bestellung von Maschinen beginnen wird, sind die anderen geplanten Fabriken noch viele Monate von der Bestellung von Ausrüstungen entfernt und es bleibt abzuwarten, ob ihre ehrgeizigen Investitionspläne realisiert werden können oder nicht. (heh)

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