Meilensteine der Elektronik

Von der Zukunft smarter Testsysteme

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Konzipiert für Design- und Prüfanwendungen im RF-Bereich, bietet der PXI-5840 eine Bandbreite von 1 GHz, einen RF-Vektorsignalgenerator und einen Vektorsignalanalysator mit je 6,5 GHz, einen performanten programmierbaren FPGA sowie serielle und parallele Hochgeschwindigkeits-Digitalschnittstellen – und das in einem PXI-Express-Modul, das nur zwei Steckplätze im Chassis belegt. Das Gerät eignet sich u. a. für das Testen von 802.11ac/ax- sowie Mobilfunk- und IoT-Geräten, Entwicklung und Test von 5G-Technologien, RFIC-Tests sowie die Prototypenerstellung von Radarsystemen. Zudem erlaubt es die nahtlose Synchronisation für bis zu 8x8-MIMO-Konfigurationen (Multiple Input, Multiple Output) in einem einzelnen Chassis mit 18 Steckplätzen.

In Sachen flexible Software wurde auf der NIWeek die aktuelle LabVIEW-Version, LabVIEW 2016, vorgestellt. Neue Kanalverbindungen, sogenannte Channel Wires, gestatten es, den komplexen Datenaustausch zwischen parallelen Programmabschnitten zu vereinfachen. Die Kanalverbindungen, die sowohl in der Desktop- als auch Real-Time-Version von LabVIEW enthalten sind, verbessern die Lesbarkeit von Programmcode und beschleunigen die Anwendungsentwicklung, da sich die entworfenen Architekturen jetzt einfacher auf andere Bereiche übertragen lassen. Ferner ist der Anwender in der Lage, komplexe Softwarearchitekturmuster mit mehreren Quellen zu entwickeln, ohne dafür im Hintergrund zusätzliche benutzerdefinierte Software zu benötigen.

Mess- und Prüftechnik wächst mit den Ansprüchen

Ein wichtiger Vorteil von LabVIEW liegt in der Offenheit der Software und des Ökosystems. LabVIEW 2016 erweitert diese Offenheit durch eine verbesserte Interoperabilität mit Python- und Drittanbietergeräten. Dadurch wird die Entwicklung und Verteilung von Programmcode optimiert, was zusammen mit weiteren Verbesserungen zu einer höheren Produktivität führt.

Mit Blick auf die Zukunft dürfte das NI Software Technology Preview Program sehr interessant sein. Jeder Anwender mit aktivem SSP-Vertrag (Standard Service Program) kann daran teilnehmen und erhält einen frühen Einblick in Softwaretechniken und -funktionen, die NI derzeit entwickelt und die auf die Lösung diverser Probleme ausgerichtet sind, so z. B.:

  • Entwicklung User-spezifischer Oberflächen für Desktop und Web,
  • Automatisierung für jedermann,
  • Integriertes Lernen und Hilfen,
  • Interaktive Datenanalyse und -verwaltung,
  • Produktivere Programmierung,
  • Serverseitige Datenanalyse und -verwaltung.

Auch hier bietet der plattformbasierte Ansatz unschlagbare Vorteile, da alle im Rahmen des Software Technology Preview vorgestellten Funktionen und Technologien einfach und nahtlos in die Softwareprodukte der NI-Plattform integriert werden können.

Das Software Technology Preview Program (ni.com/techpreview) richtet den Blick zwar auf zukünftige Entwicklungen und Software-Releases. Jedoch gibt es bereits heute Lösungen, die von den Vorteilen einer gemeinsamen Plattform profitieren. Beispiele dafür sind LabVIEW 2016 sowie VeriStand 2016, eine High-Level-Softwareumgebung für Echtzeitprüfanwendungen, mit der sich einfach zu integrierende grafische Oberflächen erstellen lassen.

Anwender können warten, bis ihr Hersteller eine Übergangslösung liefert, die nicht verändert werden kann, oder eine smartere Option wählen: einen plattformbasierten Ansatz von modularer Hardware und offener, flexibler Software, die von einem immer größer werdenden Ökosystem gestützt wird. Durch den plattformbasierten Ansatz auf Basis von PXI und LabVIEW sowie das stets wachsende Ökosystem und beständige Investitionen in neueste Technik seitens NI ist der Anwender mit diesem Lösungsansatz bestens für künftige Herausforderungen gerüstet.

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