NI Days 2025 Die Test- und Messtechnik trifft sich wieder in München

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Test- und Messtechnik hautnah erleben - mit Experten im direkten Austausch: Das ist das Konzept der NI Days, die in diesem Jahr erstmals wieder als regionale Veranstaltung stattfanden. Im Fokus standen DAQ-Messhardware, die Programmierumgebung LabVIEW und KI-basierte Testsysteme für effizientere Prüfprozesse.

Die NI Days in München richten sich an den deutschsprachigen Markt der Test- und Messtechnik. Neben Messhardware standen LabVIEW und KI-basierte Systeme im Mittelpunkt.(Bild:  NI)
Die NI Days in München richten sich an den deutschsprachigen Markt der Test- und Messtechnik. Neben Messhardware standen LabVIEW und KI-basierte Systeme im Mittelpunkt.
(Bild: NI)

Am 25. Februar trafen sich in München Entwickler, Ingenieure und Entscheidungsträger auf den NI Days 2025. Nach Jahren des VIP-Kongresses bis 2018 fand erstmals wieder eine regionale Veranstaltung für den deutschsprachigen Raum statt – ein klares Statement von NI und Emerson. Im Mittelpunkt standen Keynotes, Live-Demos, Expertenvorträge und Networking, die einmal mehr zeigten, wie essenziell der persönliche Austausch auf Entwicklerkonferenzen ist.

Denn die Herausforderungen in der Test- und Messtechnik wachsen: Systeme müssen immer präziser, flexibler und modularer sein, um den steigenden Anforderungen an automatisierte Prüfverfahren, KI-gestützte Analysen und hochintegrierte Datenerfassung gerecht zu werden. NI und Emerson nutzten die Konferenz als Plattform, um die aktuellen DAQ-Hardwarelösungen, LabVIEW-Optimierungen und KI-basierte Testmethoden vorzustellen – Schlüsseltechnologien für effizientere und intelligentere Testprozesse.

Datenerfassung über Ethernet und USB

Mit den neuen Ethernet-basierten DAQ-Chassis cDAQ-9187 und cDAQ-9183 bietet Emerson eine leistungsstarke und gleichzeitig kosteneffiziente Lösung für präzise Sensormessungen über große Distanzen. Diese Chassis sind speziell für Anwendungen mit verteilten Messpunkten optimiert und setzen auf direkte Netzwerkanbindung anstelle proprietärer Verkabelung. Dank der Integration mit NI FlexLogger und einem Open-Source-Plug-in-Repository auf GitHub lassen sich individuelle Anpassungen realisieren – eine entscheidende Erweiterung für Anwender, die maßgeschneiderte Testlösungen benötigen.

Für kompakte und mobile Anwendungen hat Emerson zudem das NI mioDAQ entwickelt – ein busbetriebenes USB-Datenerfassungssystem mit bis zu 16 Kanälen und einer Auflösung von 20 Bit. Neben seiner hohen Messgenauigkeit zeichnet sich das Gerät durch eine Plug-and-play-Einrichtung via USB-C aus und unterstützt Python, C++, C# und LabVIEW. Damit lässt sich NI mioDAQ nahtlos in bestehende Entwicklungsumgebungen integrieren, was Entwicklern maximale Flexibilität in der Messtechnik bietet. Es eignet sich für automatisiertes Testen, Sensormessungen oder der industriellen Steuerung.

LabVIEW im Fokus

LabVIEW 2025 bleibt das zentrale Werkzeug für Entwickler.(Bild:  NI)
LabVIEW 2025 bleibt das zentrale Werkzeug für Entwickler.
(Bild: NI)

LabVIEW bleibt das zentrale Werkzeug für Automatisierung, Gerätesteuerung und Messdatenerfassung – und NI investiert weiter in seine kontinuierliche Optimierung.

Zu den jüngsten Updates gehören:

  • Erweiterte Codevergleichs-Funktion für effizientere Softwareprüfung,
  • flexible Editor-Updates, die neue Funktionen nutzbar machen, ohne die Projektversion zu ändern und
  • .NET 8.0-Unterstützung, um moderne Softwarearchitekturen nahtlos zu integrieren.

Zusätzlich testet NI generative KI-Funktionen in LabVIEW, die beispielsweise Code automatisch dokumentieren und analysieren können – ein entscheidender Schritt für mehr Effizienz und Transparenz in der Entwicklung.

KI-gestütztes Testsystem

NI entwickelt auch KI-basierte Teststrategien, die den gesamten Validierungsprozess von elektronischen Systemen optimieren. So ermöglicht das neue NI InstrumentStudio Pro in Kombination mit PXI-Messtechnik eine präzisere und schnellere elektronische Bauteilprüfung. KI-gestützte Softwarelösungen reduzieren dabei den Aufwand für manuelle Analysen erheblich.

In der Raumfahrt setzt NI mit der European Space Agency (ESA) auf hochmoderne Prüfverfahren. Das neue Open Innovation Space Laboratory in Ungarn bietet Hardware-in-the-Loop-Testsysteme, die Echtzeit-Satellitensimulationen ermöglichen. Ingenieure können so hochkomplexe Systeme mit HF/Mikrowellen-Nutzlasten und softwaredefinierten Radios unter realistischen Bedingungen testen. (heh)

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