Meilensteine der Elektronik

Vom historischen Blade Switch zum modernen Lasttrennschalter

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Moderne Lasttrennschalter mit Lichtbogenkammer entstehen

Der manuelle Schaltvorgang durch den Bediener war nicht ganz unproblematisch, weil der geringe Abstand zwischen dem Schalthebel und dem Kontaktapparat beim Schaltvorgang einen Lichtbogen entstehen ließ.

Der manuelle Ein- und Ausschaltvorgang wurde aus Gründen des Personenschutzes im Betrieb ohne Stromfluss favorisiert. Die automatisierte Schaltung über den Befehl an die Auslösespule konnte trotz des entstehenden Lichtbogens mit Stromfluss erfolgen. Das Folgemodell T60 verbesserte vor allem den Berührungsschutz für das Bedienpersonal.

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Letztlich geht es bei jedem Schalter für das Umschalten und Trennen darum, den im Schaltmoment auftretenden Lichtbogen so schnell wie möglich und verschleißarm für die Schaltkontakte zu löschen und die entsprechend auftretende Kurzschlussleistung für den Schaltvorgang zu beherrschen. Dafür sind der Schaltmechanismus, die Eliminierung von Kontaktprellen, die im Schaltvorgang auftretenden Übergangswiderstände sowie die Ausführung der Schaltkontakte selbst entscheidend.

In den 70er Jahren kam es bei Socomec zur Entwicklung einer modernen Schaltergeneration, in die zahlreiche Innovationen eingingen. Der Lasttrennschalter Sirco wurde explizit dafür konzipiert, mit einem hohen Schaltvermögen Verbraucher unter Last vom Netz zu trennen und den durch den Schaltvorgang auftretenden Lichtbogen in einer Lichtbogenkammer zu löschen. Zudem wurde die Trennstrecke des Lasttrennschalters sichtbar gemacht.

Der Sirco wurde nun zur Erhöhung der Schutzart (Fingerschutz) im Kunststoffgehäuse produziert. Das im Spritzgussverfahren hergestellte Gehäuse gewährleistete bessere isolierende Eigenschaften für mehr Sicherheit. Außerdem ließen es moderne Fertigungsverfahren zu, dem Markt für die inzwischen enorm gestiegene Nachfrage größere Stückzahlen zur Verfügung zu stellen.

Die erste Gerätegeneration des Sirco wurde noch ohne eine spezielle Lichtbogenkammer ausgeführt. In der Weiterentwicklung folgte bald die Ausführung mit einer Lichtbogenkammer, und für Photovoltaik-Anwendungen mit einem Permanentmagneten, um das Auftrennen des Kontaktapparates zu unterstützen. In jedem der Entwicklungsschritte verringerte sich bei verbesserten elektrotechnischen Kennwerten die Baugröße, die den Anwendern einen komprimierteren Aufbau von Schaltschranklösungen ermöglichte.

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