Meilensteine der Elektronik

Vom Allwellenfrequenzmesser zum HF-Präzisionsmessgerät

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Die Ära der Mobilfunkmesstechnik beginnt ab 2000

Die Frequenzgrenzen verschieben sich immer weiter nach oben. In der Konsumgüter-Industrie haben sich die Werte der Obergrenzen im letzten Jahrhundert alle 20 Jahre verzehnfacht. Ein Technologie- und Wachstumstreiber für die Messtechnik ist die Entwicklung der drahtlosen Kommunikation mit den immer höheren Frequenzen. So bewegte sich Mobilfunk zunächst etwa bei 900 MHz, dann lag die Marke bei 1800 MHz.

Mit LTE-Advanced und 5G geht die Entwicklung über 2 oder gar 5 GHz. Andere Anwendungen, wie beispielsweise das Kfz-Nahbereichsradar, sollen den Millimeterwellenbereich nutzen: Für das Kfz-Nahbereichsradar (für Pre-Crash-Warnsysteme oder Einparkhilfen) ist der Frequenzbereich von 76 bis 81 GHz im Gespräch. Deshalb hat Rohde & Schwarz in den letzten 10 Jahren die Frequenzbereiche seiner HF-Messgeräte Schritt für Schritt in den Millimeterwellenbereich erweitert:

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Der Vektor-Netzwerkanalysator R&S ZVA40 mit vier Messtoren und einem Frequenzbereich bis 40 GHz kam 2006 auf den Markt, 2008 folgte das Modell R&S ZVA bis 50 GHz. 2010 präsentierte Rohde & Schwarz den R&S ZVA67, der weltweit erste Netzwerkanalysator mit vier Messtoren bis 67 GHz. Im selben Jahr wurde der R&S ZVA110 gelauncht, der auf dem R&S ZVA67 basiert und mit Frequenzkonvertern Zweitor-Messobjekte mit durchgehenden Frequenzen von 10 MHz bis 110 GHz charakterisieren kann. Mittlerweile sind Messgeräte verfügbar, die Netzwerke bis 500 GHz analysieren.

Mit dem R&S FSU67 wurde 2007 die obere Frequenzgrenze in der Spektrumanalyse von 50 auf 67 GHz verschoben. Bisher waren für Frequenzen jenseits der 50 GHz umständliche Aufbauten von Messanordnungen mit externen Oberwellenmischern erforderlich. Als weltweit erster Spektrumanalysator misst der R&S FSU67 durchgehend die Frequenzen von 20 Hz bis 67 GHz in einem Sweep. Externe Hohlleitermischer sind überflüssig. Der Nachfolger des R&S FSU, der Signal- und Spektrumanalysator Modell R&S FSW85, deckt durchgehend Frequenzen von 2 Hz bis 85 GHz ab.

Die Erschließung immer höherer Frequenzen für die Kommunikation wurde auch durch den technologischen Fortschritt bei Bauteilen und Komponenten möglich. Die Entwicklung von Röhren zu Transistoren und dann zu integrierten Mikrowellen-Schaltungen brachte stets signifikante Fortschritte mit sich. Heute gibt es hochintegrierte Komponenten, die noch mehr Funktionen in immer kompakteren Geräten ermöglichen. Man bewegt sich heute fast selbstverständlich im Mikrowellen- und mm-Wellenbereich und die Grenzen verschieben sich stetig weiter nach oben.

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