Wegen Pleite des Batterielieferanten Volta Trucks hat Insolvenz angemeldet

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Das schwedische Unternehmen Volta Trucks, gegründet im Jahr 2019, hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Lösungen für den städtischen Lieferverkehr anzubieten, um die Umweltauswirkungen von LKW in städtischen Gebieten zu reduzieren. Doch am 17. Oktober 2023 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden.

Der Volta Zero war vor allem für Transportunternehmen im innerstädtischen Betrieb interessant.(Bild:   / CC0)
Der Volta Zero war vor allem für Transportunternehmen im innerstädtischen Betrieb interessant.
(Bild: / CC0)

Mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit wurde im Jahr 2019 im schwedischen Stockholm das Start-up Volta Trucks gegründet. Das Ziel war es, mit vollelektrisch angetriebenen Lastfahrzeugen zur Dekarbonisierung der Umwelt beizutragen und gleichzeitig die Luftqualität in Städten zu verbessern. Die Volta Trucks, so das selbstgesteckte Ziel, sollten bis zum Jahr 2025 jährlich bis zu 180.000 Tonnen CO₂ einsparen.

Allerdings musste das Unternehmen am 17. Oktober 2023 Insolvenz anmelden. Am folgenden Tag wurden Andrea Jakes, Mark Firmin und Joanne Hewitt-Schembri von Alvarez & Marsal Europe LLP für die Insolvenzverwaltung eingesetzt, wie sich auf der Webseite von Volta Trucks nachlesen lässt.

Dominoeffekt trifft Volta Trucks

Im August 2023 hat das US-amerikanische Unternehmen Proterra die Zahlungsunfähigkeit und eine strategische Neuordnung (Voluntary Chapter 11 Reorganization) angekündigt. Mutmaßlich war die Pleite des Batterie-Zulieferers ein Problem für die Produktion und Zeitpläne von Volta Trucks, berichten die Autoren von Heise. Weil die Lieferpläne aufgrund des Ausfalls des Zulieferers nicht wie geplant eingehalten werden konnten, hatten die Verantwortlichen von Volta Trucks wiederum Probleme mit der Kapitalbeschaffung. Des Weiteren gab es wohl Probleme, die Lieferungen von Proterra mit einem anderen Anbieter zu ersetzen. Auch die Volta-Trucks-Filialen in Schweden, Frankreich und Großbritannien sind von der Insolvenzanmeldung betroffen.

Die Leute von Volta Trucks haben den Anspruch, ein nachhaltiger Hersteller von kommerziellen Lastwagen zu sein. Der Volta Zero etwa ist ein speziell für innerstädtische Logistik entwickelter Elektro-Lastwagen mit einer Reichweite von 150 bis 200 Kilometern. Insbesondere Logistikunternehmer DB Schenker bewertete das Fahrzeug als attraktiv und hatte im Jahr 2021 eine Vorbestellung von 1.500 Volta Zero bekannt gemacht. (sb)

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