Heizungssteuerung Vernetzte Thermostate senken Betriebskosten im Hotel

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein Start-up-Unternehmen vernetzt die Heizungen in einem Hotel mit einem Funkthermostat und steuert diese über eine spezielle Software. Im Juni begann der Marktstart.

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Die Thermostate von Betterspace sind per Funk oder WLAN verbunden und eine entsprechende Software steuert sie.
Die Thermostate von Betterspace sind per Funk oder WLAN verbunden und eine entsprechende Software steuert sie.
(Bild: Betterspace)

Das Start-up-Unternehmen Betterspace aus Kassel hat zusammen mit dem Fraunhofer Institut das „better.hotel System“ entwickelt, mit dem sich bis zu 31 Prozent der Heizkosten eines Hotels einsparen lassen sollen. Verbunden ist das System per Funk oder WLAN und wird mit einer entsprechenden Software gesteuert. Die aufeinander abgestimmten Hard-und Softwarekomponenten von lassen sich ohne bauliche Maßnahmen im Hotel anbringen. Funkthermostate ersetzen die vorhandenen Thermostate an allen Heizkörpern im Gebäude und werden mit Hilfe von Betterspace-Controllern miteinander vernetzt.

So funktioniert die Heizungssteuerung

Die Funkthermostate die erkennen, ob und wann ein Zimmer im Hotel belegt ist. Auch Wetterprognosen lassen sich berücksichtigen. Somit haben die Zimmer jederzeit eine angenehme Temperatur. Vorausgegangen war eine Pilotphase mit mehreren Hotels im Raum Kassel, die im April beendet wurde. Der bundesweite Marktstart begann im Juni. Neben der Belegung der Zimmer erkennen die vernetzten Thermostate auch, ob ein Fenster geöffnet ist und reduzieren so die Heizung. Künftig will das Unternehmen weitere Module auf den Markt bringen. Ganz oben auf der Agenda stehen Steuerungen für Licht- und Klimaanlagen sowie die Zählereinbindung.

Das Start-up-Unternehmen Betterspace wurde im November 2015 gegründet und beschäftigt 13 Mitarbeiter. Die Zielgruppe sind große Hotelketten aber auch Stadthotels oder Ferienhotels.

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