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Politik muss Forschungsförderung neu ausrichten
Aber nicht nur der Industrie weist die VDE-Studie Aufgaben zu. Auch die Politik muss dringend die Forschungs- und Entwicklungsförderung strategisch neu ausrichten, um gegen Newcomer aus Amerika und Asien bestehen zu können. „Es ist höchste Zeit, dass wir unser Know-how in die Satellitenkommunikationstechnik der Zukunft stecken“, fordert der Technologieverband. So müssen die Entwicklung von Kleinsatelliten mit hoher Performanz, geringen Kosten und minimierten Produktionszeiten gefördert werden. Ebenso müssen die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung angesichts der neuen Marktentwicklungen optimiert werden.
Nicht zuletzt fordert der VDE ein Unterstützungsprogramm durch die Bundesregierung, das insbesondere kleine und mittlere Unternehmen darin unterstützt, intensiv an der personal- und kostenintensiven Normung und Standardisierung der zukünftigen Satellitenfunksysteme mitzuarbeiten.
Auch muss der Mikroelektronik-Standort Deutschland gestärkt, die Grundlagenforschung gefördert und eine nachhaltige Forschungsförderung im Bereich der Satellitensysteme mit optischen Up- und Downlinks betrieben sowie die Überprüfung und Verifizierung der neuen Technologiekonzepten in Testsatelliten ermöglicht werden.
„Auf der diesjährigen Hannover Messe zeigte sich Deutschland gegenüber den USA in Bezug auf Industrie 4.0 selbstbewusst. Was wir aber hierfür und auch für das Autonome Fahren benötigen, ist ein globales Kommunikationsnetz, das hohe Datenraten in Echtzeit erlaubt. Eine Option hierfür bietet die neue Satellitenkommunikation mit niedrig fliegenden Satelliten. Sie ist das Rückgrat für das globale Internet der Dinge und eine globale Mobilkommunikation der 5. Generation (5G). Wir müssen einfach kreativer und schneller werden“, so das Fazit des VDE.
Die VDE-Studie „Die Zukunft der Satellitenkommunikation“ wurde von Experten der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE geschrieben und ist kostenlos auf der Website des Verbands erhältlich.
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