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Mitarbeiter in die Geschäftsziele einbeziehen

Mitarbeiter arbeiten wesentlich engagierter, wenn sie in die Umsetzung der Geschäftziele im größeren Maßstab einbezogen werden. Deshalb definieren bei RS Components das CI-Team, Strategic Implementation Manager, UK-Finanz- und Personalleiter die Ziele der Organisation gemeinsam. So ist sichergestellt, dass Geschäftspläne priorisiert werden und sämtliche Mitarbeiter SMART-Ziele, also klar abgesteckte Unternehmensziele, haben. Ein SMART-Ziel besteht aus fünf Elementen: Specific (spezifisch), Measurable (messbar), Achievable (akzeptiert), Relevant (realisierbar) und Time-bound (terminierbar).
Diese Ziele werden in der gesamten Organisation durch Kommunikationszellen visuell dargestellt. Wir bezeichnen dies als unser „Blickfeld“. Über 50 derartige Kommunikationszellen wurden eingerichtet, um für unsere Teams einen Ort zu schaffen, wo sie gemeinsam regelmäßig ihre Leistungen an unseren internen Zielen und den Anforderungen unserer Kunden messen, Ideen austauschen, Probleme besprechen und Maßnahmen vereinbaren können.
Wir machen CI-Aktivitäten über alle unternehmensweiten Kommunikationskanäle publik: auf unseren zweimal jährlich abgehaltenen Kommunikationsveranstaltungen, in unserem Firmenmagazin, über unser Intranet und unsere Plasmabildschirme, die sich an zentralen Stellen an den Standorten befinden. Darüber hinaus verfügen wir über Feedback-Mechanismen und Verfahren zur Erfolgskontrolle und Kurskorrekturen.
Um diesen kulturellen Wandel zu unterstützen, muss richtiges Verhalten anerkannt und belohnt werden. Daher zeichnen wir mit unserem STAR-Award (Special Thanks And Recognition) die Mitarbeiter aus, die Verbesserungen erfolgreich durchgeführt haben.
Den Nutzen demonstrieren und auf Null Fehler hinarbeiten
Ein Six-Sigma-Grundsatz ist, auf „Null Fehler“ hinzuarbeiten. Ein Fehler ist dabei als Prozessresultat definiert, das nicht die Vorgaben des Kunden erfüllt. In unserem Alltag sieht das häufig so aus: Ein Distributor liefert ein beschädigtes Produkt an den Kunden, das dann ersetzt werden muss. Dies kostet den Kunden und den Distributor Zeit. Wenn dies zu häufig oder in der falschen Situation geschieht, kann der Kunde zu einem anderen Lieferanten wechseln.
Das folgende Beispiel illustriert, wie uns und unseren Kunden die Six-Sigma-Prozesse nutzen können. Eine unserer Herausforderungen bestand darin, die Anzahl der beim Transport beschädigten Neonröhren um 50% zu reduzieren. Indem wir das Six-Sigma-Konzept anwendeten, konnten wir die Häufigkeit von beschädigten Neonröhren in zwei Jahren von 5,6% auf 3,7% reduzieren. RS konnte so nicht nur seine Instandhaltungskunden besser betreuen, sondern auch Material- und Transportkosten für den Ersatz sparen.
Die Kunden bestätigen den Erfolg des CI-Modells
Nach zwei Jahren ist das CI-Modell, also die kontinuierliche Verbesserung, nun in allen RS-Geschäftsbereichen etabliert. Die Unternehmenskultur hat sich gewandelt, was eine britische Mitarbeiterumfrage in Form einer 16 %-igen Verbesserung der Wertungen bestätigt. Entscheidender ist jedoch, dass CI nun in der Unternehmens-DNA verwurzelt ist:
Bisher wurden in UK über 300 Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter erfolgreich umgesetzt. Die anhand von Gutschriften gemessene Fehlerrate ist von 3,2% auf 2,7% gesunken und wir sparten über 1,9 Millionen Pfund Sterling ein.
Die Erfolge des CI-Programms von RS UK werden in der gesamten Organisation anerkannt. Die laufende Verbesserung wird nun auch weltweit in anderen Niederlassungen auf der Grundlage der in Großbritannien gesammelten Erfahrungen implementiert.
Unser wichtigster Maßstab für den Erfolg ist jedoch die Zufriedenheit unserer Kunden. In Umfragen gaben uns unsere Kunden nun 9 von 10 möglichen Punkten.
Das Modell des Continuous Improvement war für RS Components ein großer Erfolg. Deshalb werden wir weiter auf die „Kontinuierliche Verbesserung“ setzen und es in Reaktion auf die globale Wirtschaftslage weiterentwickeln.
(mk)
Klaus Göldenbot ist Regional General Manager EMEA, Electrocomponents bei RS Components.
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