Anbahnung einer Geschäftsverschmelzung? UMC und Globalfoundries: Gerüchte berichten von Fusionsgesprächen

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Berichten von Reuters zufolge, die sich auf die Aussagen zweier Quellen stützen, sprechen die Verantwortlichen des taiwanischen Chipherstellers UMC und des US-amerikanischen Auftragsfertigers Globalfoundries über eine mögliche Geschäftsverschmelzung.

Will man sich nicht auf Gerüchte verlassen, so zeigt man bei Globalfoundries dennoch Ambitionen zur Expansion: Im Januar 2025 kündigte das Unternehmen die Eröffnung eines Bereichs für Advanced Packaging und Photonics in den Glofo-Werken in Malta, New York an. Über eine halbe Milliarde US-Dollar werden investiert.(Bild:  Globalfoundries)
Will man sich nicht auf Gerüchte verlassen, so zeigt man bei Globalfoundries dennoch Ambitionen zur Expansion: Im Januar 2025 kündigte das Unternehmen die Eröffnung eines Bereichs für Advanced Packaging und Photonics in den Glofo-Werken in Malta, New York an. Über eine halbe Milliarde US-Dollar werden investiert.
(Bild: Globalfoundries)

Eines der Ziele einer möglichen Verschmelzung des taiwanischen Chipherstellers UMC und des US-amerikanischen Auftragsfertigers Globalfoundries wären gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung in den USA, heißt es zu den am 31. März 2025 aufgekommenen Gerüchten. Diese Gerüchte besagen, dass sich die Verantwortlichen beider Unternehmen zu Fusionsgesprächen an einen Tisch gesetzt hätten. Durch den Zusammenschluss entstünde ein größeres Unternehmen mit Sitz in den USA, das weltweit in Asien, den Vereinigten Staaten und Europa tätig wäre.

Die Berichte wurden den Autoren von Reuters von zwei mit dem Thema vertrauten Quellen bestätigt. Vonseiten UMC, auf die Berichterstattung angesprochen, heißt es, dass man keine Spekulationen des Marktes kommentiert. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Gerüchte hatten sich die Sprecher von Globalfoundries nicht mit einer Antwort gemeldet.

Zweitgrößter Auftragsfertiger?

Sollte es zu einer Fusion zwischen UMC und Glofo kommen, könnte damit eine ernst zu nehmende Alternative zum weltweit führenden Auftragsfertiger TSMC entstehen. Hinsichtlich des Marktanteils bleibt TSMC vorerst allerdings auch mit dem Merger fast uneinholbar vorn. Das Trendforce-Ranking der Auftragsfertiger für das vierte Quartal 2024, das im März 2025 veröffentlicht wurde, zeigt auf, dass TSMC sogar noch an Marktanteil zugelegt hat (von 64,7 Prozent in Q3 2024 auf 67,1 Prozent in Q4 2024). UMC befindet sich auf Rang 4 mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent im Q4 2024, Globalfoundries auf Rang 5 mit 4,6 Prozent der Marktanteile.

Dennoch würde sich eine interessante Dynamik entwickeln. Schlössen sich UMC und Glofo zusammen, dann würde das daraus entstehende Unternehmen auf Rang 2 der globalen Top-10 der Chiphersteller aufrücken und damit, gemessen an den aktuellen Marktanteilen, knapp vor Samsung und etwas deutlicher vor SMIC liegen. (sb)

(ID:50373749)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung