Top 10 der Auftragsfertiger Umsatzeinbußen im Q1 2025: Foundry-Geschäft wird sich verlangsamen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Trendforce hat die Umsatzzahlen der Auftragsfertiger im ersten Quartal 2025 analysiert und hält einen saisonbedingten Rückgang fest. Es wird erwartet, dass sich das Geschäft im zweiten Quartal verlangsamt. TSMC und SMIC haben Marktanteile gewonnen, Samsung und Globalfoundries verloren.

Trendforce analysiert pro Quartal die Umsatzzahlen der 10 großen Foundries.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Trendforce analysiert pro Quartal die Umsatzzahlen der 10 großen Foundries.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Wie geht es den Auftragsfertigern im Sommer 2025? Ein Gefühl dafür lässt sich aus den aktuellen Q1-Analysen von Trendforce gewinnen. Demnach setzte die weltweite Foundry-Industrie im ersten Quartal 2025 rund 36,4 Milliarden US-Dollar um, was einem Rückgang von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Dieser Rückgang ist saisonal bedingt, allerdings fiel er moderater als gewöhnlich aus. Kurzfristige Eilaufträge vor dem Auslaufen gegenseitiger US-Zollausnahmen sowie Chinas Subventionsprogramm für Verbraucher im Jahr 2024 sorgten für zusätzliche Nachfrage und federten das saisonale Tief ab.

Für das zweite Quartal wird erwartet, dass der Schub durch die vorgezogenen Bestellungen nachlässt, was zu einem allgemeinen Nachfragerückgang führen dürfte. Allerdings, so die Analysten, könnten die fortgesetzten Impulse aus China, Lageraufbau vor neuen Smartphone-Launches und eine stabile Nachfrage im Bereich KI/HPC die Auslastung der Kapazitäten bei den Top-10-Foundries stützen und für eine Umsatzbelebung sorgen.

An der Top 10 der Auftragsfertiger änderte sich im ersten Quartal wenig, lediglich Tower und Vanguard wechselten die Plätze; Vanguard befindet sich auf Rang 7, Tower auf Rang 8.

Was hat den Markt im Q1 2025 bewegt?

  • 1. TSMC: Trotz saisonal bedingter Rückgänge im Smartphone-Segment hielt TSMC dank starker KI-/HPC-Nachfrage und Eilaufträgen zur Zollvermeidung die Umsätze relativ stabil. Der Umsatzrückgang betrug lediglich 5 Prozent, bei einem gewachsenen Marktanteil von 67,6 Prozent.
  • 2. Samsung Foundry: Samsung verlor 11,3 Prozent Umsatz, da es kaum von chinesischen Subventionen profitierte und zugleich unter den US-Beschränkungen für fortschrittliche Nodes litt. Der Marktanteil sank leicht von 8,1 auf 7,7 Prozent.
  • 3. SMIC: Dank frühzeitiger Lageraufstockung vor US-Zöllen und gestützt durch chinesische Förderprogramme konnte SMIC die ASP-Rückgänge (Average Selling Price) ausgleichen und leicht wachsen (+1,8 Prozent).
  • 4. UMC: UMC profitierte von stabiler Auslastung durch Frühbestellungen, musste jedoch Umsatzverluste (–5,8 Prozent) durch gesunkene Preise infolge regulärer Preisrunden hinnehmen.
  • 5. Globalfoundries: GF war weder vom Subventionsschub noch vom Zoll-Rush begünstigt, was zusammen mit saisonalen Effekten zu einem deutlichen Umsatzrückgang von 13,9 Prozent führte; der Marktanteil sank um 0,4 Prozent.
  • 6. HuaHong Group: HuaHong setzte auf aggressive Preisstrategien und neue Kapazitäten, verzeichnete aber trotz dieser Maßnahmen einen leichten Rückgang (–3 Prozent) nach der Integration von Halbleiterhersteller HLMC (Hua Li Microelectronics Co., Ltd.).
  • 7. Vanguard: Das Unternehmen steigerte den Umsatz leicht um 1,7 Prozent, gestützt durch hohe Auslastung infolge vorgezogener Aufträge – allerdings bei sinkenden Durchschnittspreisen. Das brachte Vanguard im Q1 2025 den Platzwechsel mit Tower Semiconductor ein.
  • 8. Tower Semiconductor: Tower wurde von der saisonalen Schwäche stärker getroffen als andere und konnte keinen Nutzen aus chinesischen Subventionen ziehen. Der Umsatz fiel um 7,4 Prozent.
  • 9. Nexchip: Nexchip profitierte direkt von zoll- und subventionsbedingten Eilaufträgen und konnte seinen Umsatz trotz insgesamt schwieriger Marktlage um 2,6 Prozent steigern.
  • 10. PSMC: Zwar schwächelte die Nachfrage im Speicherbereich, doch Konsumgüter-Aufträge hielten die Auslastung stabil. Der Umsatz sank nur leicht um 1,8 Prozent.

 (sb)

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