Proton Motor TÜV Süd vergibt erstmals Brennstoffzellen-Prüfsiegel
Der TÜV SÜD hat sein Brennstoffzellen-Prüfsiegel für ein neues Modul von Proton Motor auf Basis der Industrienorm DIN EN 62282-2 vergeben – weltweit zum ersten Mal. Mit dem Oktagon für Brennstoffzellen werden Systeme ausgezeichnet, die besondere Anforderungen an die Sicherheit und technische Reife erfüllen.
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Mit der Zertifizierung des flüssigkeitsgekühlten Moduls PM 200 hat die Proton Motor Fuel Cell GmbH aus Puchheim bei München auch eine entscheidende Hürde auf dem Weg zur Serienproduktion genommen. Denn bisher mussten die Stacks in kleiner Stückzahl in Einzelfertigung hergestellt werden und waren deshalb sehr teuer. Mit der neuen Baureihe wird nun die automatisierte Fertigung möglich, wie Thomas Melczer, CEO von Proton Motor, erläutert: „Der Stack PM 200 wurde insbesondere für die Serienfertigung entwickelt und im Rahmen der Standardisierung von Systemkomponenten zertifiziert. Wir haben damit sowohl auf der Brennstoffzellen- als auch auf der Systemseite entscheidende Fortschritte erzielt“.“
Entscheidender Schritt in Richtung Serienfertigung
Dass in der Serienproduktion die Qualität genau so hoch ist wie bei einer Fertigung im Manufakturmaßstab, wurde nun mit der Zertifizierung des Stacks erarbeitet und sichergestellt. Dichtheitsprüfungen, Druckprüfungen, Einfrieren und Auftauen sind nur einige der Tests, die das neue Modul bestehen musste. „Gerade das Einfrieren bedeutet für die meisten Systeme das sichere K.o.“, erklärt Tom Elliger vom Industrie Service des TÜV Süd, „und der PM 200 hat aber alle diese Tests bestanden.“
Wasserstofftechnologie vielseitig anwendbar
So ausgezeichnet, kann die Produktion von Brennstoffzellen die nächsten Schritte in Richtung einer automatisierten Serienfertigung beschreiten. Einige tausend Module sollen zukünftig pro Jahr produziert werden können. Das Modul wird in Systemen mit einer Brennstoffzellenleistung zwischen 2 und 20 kW zum Einsatz kommen und zeichnet sich besonders durch seine gesteigerte Leistungsdichte, die Frostlagerfähigkeit und den automatisierungsgerechten Aufbau aus.
Qualitäts-Siegel auch für die Produktion
Auch hinsichtlich der Entwicklung der Serienproduktion haben die Puchheimer von Beginn an mit TÜV Süd zusammengearbeitet und damit die einzelnen Produktionsprozesse von vornherein einem strengen Qualitätsmanagement unterzogen. „Durch die Zusammenarbeit mit TÜV SÜD ist es uns auch gelungen, schon bei der Produktion des neuen PM 200 höchste Qualitätsstandards zu erfüllen“, ergänzt Thomas Melczer. Für das Engagement und das technische Know-how hat TÜV Süd Industrie Service ein eigenes Siegel für Zertifizierungen auf Basis der DIN EN 62282-2:2008-1 entwickelt. Die technischen Anforderungen entsprechen denen der internationalen Norm IEC 62282-2. Als weltweit erstes Produkt erhielt das Modul PM 200 hierfür das TÜV SÜD-Oktagon für Brennstoffzellen. „Das Oktagon deckt mehr ab, als eine reine Prüfung gemäß der Norm. So wird beispielsweise auch sichergestellt, dass der Hersteller gleichbleibend gute Qualität liefert“, erläutert Elliger abschließend.
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