Halbleiterentwicklung TSMC plant neues Entwicklungszentrum in München

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Im dritten Quartal 2025 will TSMC ein neues europäisches Entwicklungszentrum in München eröffnen. Das kündigte Paul de Bot, Europa-Chef von TSMC, beim diesjährigen Technology Symposium in Amsterdam an.

Neues Entwicklungszentrum: Auf dem Technology Symposium spricht TSMC-Manager Kevin Zhang über den neuen Münchner Standort.(Bild:  TSMC)
Neues Entwicklungszentrum: Auf dem Technology Symposium spricht TSMC-Manager Kevin Zhang über den neuen Münchner Standort.
(Bild: TSMC)

Der neue Standort soll europäische Kunden gezielt bei der Entwicklung energieeffizienter Hochleistungs-Chips unterstützen, etwa für softwaredefinierte Fahrzeuge, industrielle Edge-KI-Anwendungen und zukünftige (KI-)Prozessoren. Das Büro ist Teil einer größeren Europa-Strategie, zu der auch der Bau der neuen Fertigungsanlage ESMC in Dresden gehört.

TSMCs Strategie-Chef Kevin Zhang betonte in einer Presse-Q&A die Bedeutung des neuen Standorts: „Wir müssen Leute hier vor Ort haben, näher am Kunden. Wir brauchen Menschen hier, die wirklich direkt mit dem Kunden arbeiten und sich mit ihm austauschen.“

TSMC betreibt bereits Entwicklungszentren in Japan und den USA. Ein Zentrum in Europa mit vielen wichtigen Playern vor Ort erscheint daher als logischer nächster Schritt. München soll dabei eine Brückenfunktion übernehmen, auch geografisch: Laut Zhang sei die bayerische Landeshauptstadt „näher an Israel als Taiwan“.

Design-Technology Co-Optimization

Der Begriff „Design-Technology Co-Optimization“ (DTCO) fällt mehrfach im Briefing. Gemeint ist die möglichst enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Produktion, um die Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz von Chips weiter zu verbessern.

Das Entwicklungszentrum wird alle relevanten Technologien abdecken, die auch in der europäischen Fertigung von ESMC eingesetzt werden – von etablierten Technologieknoten bis hin zu künftigen KI-optimierten Designs. Das Zentrum ist also nicht auf die Entwicklungsarbeit für das Dresdner Werk beschränkt.

Die genaue Teamgröße steht noch nicht fest. Das Team befindet sich derzeit im Aufbau. Das ist nicht zuletzt an den öffentlichen Stellenanzeigen für den Münchener Standort ersichtlich. Der Leiter des Münchener Standorts hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Wer das ist, wurde noch nicht verraten. (mc)

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