"Chip Shield" gelockert TSMC kann nun 2-nm-Chips im außerhalb von Taiwan fertigen

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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TSMC darf nun 2-Nanometer-Chips auch außerhalb Taiwans produzieren. Die taiwanesische Regierung hat den "Chip Shield" für lokale Chipunternehmen gelockert. Zuvor durften taiwanesische Halbleiter-Fertiger im Ausland nur Technologien einsetzen, die mindestens zwei Generationen hinter den inländischen Fabriken zurücklagen.

TSMC könnte kommende Nvidia-GPUs in den USA fertigen.(Bild:  TSMC)
TSMC könnte kommende Nvidia-GPUs in den USA fertigen.
(Bild: TSMC)

Der taiwanesische Wirtschaftsminister J.W. Kuo betonte, dass private Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen basierend auf ihrem technologischen Fortschritt eigenständig treffen sollten. Bislang hatte Taiwan sich insbesondere gegenüber Festland-China mit High-Tech-Halbleitertechnologien abgeschottet. "Das waren alte Regeln. Die Zeiten haben sich geändert", sagte Wirtschaftsminister J. W. Kuo (郭智輝) am Rande einer Pressekonferenz des Ministeriums.

TSMC werde sorgfältig prüfen, ob es eine 2-Nanometer-Fabrik in den USA errichten wird, wobei Investitionskosten von 28 bis 30 Milliarden US-Dollar erwartet werden. Kuo unterstrich, dass TSMC nicht unter Druck der kommenden US-Regierung übereilte Entscheidungen treffen werde.

TSMC plant Expansion im Westen

In Arizona, wo bereits die Fab 21 kürzlich den Betrieb aufgenommen hat, möchte TSMC eine zweite Fabrik errichten, die ab 2028 2- und 3-Nanometer-Chips produzieren soll. Die erste Fabrik in Arizona soll in der ersten Jahreshälfte 2025 mit der Produktion von 4-Nanometer-Chips beginnen. Insgesamt plant TSMC Investitionen von über 65 Milliarden US-Dollar in Arizona, einschließlich einer dritten Fabrik, die bis Ende des Jahrzehnts in Betrieb gehen soll.

TSMC ist der wichtigste Lieferant für unter anderem Nvidia. Mit neuen Fabriken in den USA könnten kommende GPUs und KI-Chips direkt in Amerika gefertigt werden, was beide Unternehmen mächtiger werden ließe. (mc)

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