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Der Junction-to-Case-Wärmewiderstand

Ein Vergleich der beiden Linien zeigt, dass sich das Verhalten im Wärmepfad, der zur Kühlplatte führt, nicht wesentlich ändert. Die Schlussfolgerung ist, dass die gemessene interne thermische Chatakteristik einer Level-1-LED unabhängig von den Grenzbedingungen ist. Deshalb ist das RC-Kettenbruchschaltungsmodell in Bild 3, das den Wärmeflusspfad beschreibt, eine ausreichende Basis für die Charakterisierung von Level-2-LED-Assemblies. Dieses Modell ist „allgemein“, ein tatsächliches Modell würde jedoch die spezifischen Werte die Widerstände und Kapazitäten enthalten. Sorgfältig bestimme RC-Modelle verraten mehr über eine LED als nur ihre Eignung für unterschiedliche Anwendungen. Modelle können auch Designprobleme aufzeigen, die die Herstellbarkeit oder Zuverlässigkeit eines Geräts beeinflussen. RC-Netzwerkmodelle, die mit Hilfe von thermischen Transienten-Messungen entwickelt wurden, können direkt in thermischen Designwerkzeugen verwendet werden, um das Verhalten eines LED-Systems zu simulieren.
Was bei der Transienten Messmethode anders ist

Die neue Transienten-Methode nutzt den „Dual-Interface“-Ansatz, bei dem das Bauteil an einer Kühlplatte mit und ohne Wärmeleitpaste gemessen wird. Der Junction-Case-Widerstand wird bestimmt, indem die Unterschiede zwischen beiden Messungen ermittelt werden. Dabei ist eine sehr hohe Wiederholgenauigkeit der Messungen erforderlich, weil die thermischen Impedanz-Kurven für die beiden Messungen identisch mit dem Punkt sein müssen, an dem die Wärme das Gehäuse verlässt und in die thermische Schnittstelle zwischen Gehäuse und Kühlplatte eindringt. Der Punkt, an dem die Kurven abweichen, sind eindeutig. Um schnelles und genaues Testen thermischer Transienten zu gewährleisten, verwendet der thermische Transienten-Tester T3Ster von Mentor Graphics eine Implementierung der statischen Version des JEDEC-Testverfahrens. Die Kombination vonT3Ster mit TeraLED, einem CIE 127:2007-konformen Gesamtfluss-Mess-System mit Temperaturüberwachung, ergibt eine umfassende Testumgebung für LEDs, die konsistente thermische und radiometrische/photometrische Charakterisierung von LEDs ermöglicht. Das System ist vollständig automatisiert und gestattet es, eine LED in einer Stunde an etwa 50 Betriebspunkten anhand Durchlass-Strom und Temperaturkombinationen zu charakterisieren.
Die thermische Kennziffern einer LED

Mehr als 100 thermische Messungen am Tag
Im thermischen Design werden DCTMs für CFD- (Computational Fluid Dynamic-)Analysen von Unterbaugruppen oder kompletten Beleuchtungen verwendet. Messungen mit älteren und weniger dynamischen Testmethoden sind erfassen die Werte nur langsamer. Außerdem bieten sie nicht die Genauigkeit, die für JESD51-14-konform Wärmewiderstandsmessungen sowie für DCTMs erforderlich sind. Im Falle von LEDs sind sie unzulässig. Ein T3Ster-System kann pro Tag mehr als 100 JESD51-1/JESD51-14-konforme thermische Messungen an einer LED durchführen. Damit ist es das schnellste thermische Testsystem, das heute auf dem Markt ist. Mit einer Temperaturauflösung von 0,01 °C ist es auch das exakteste System, um das Einschwingverhalten einer LED nach nur etwa 1 µs (1 x 10-6 s) zu ermitteln. Der frühestmögliche Teil der thermischen Reaktion einer LED wird erfasst. Auf diese Weise erkennt man, welchen Einfluss wesentliche Konstruktionsmerkmale in der Nähe der Wärmequelle in einem LED-Package haben.
Strukturfunktionen eignen sich auch ideal für Fehleranalysen. Als Abweichung von der Strukturfunktion eines bekannten, guten Gerätes bieten sie Informationen über mögliche strukturelle Defekte wie Hohlräume oder Delaminierung von thermischen Schnittstellen. Der hohe Messdurchsatz von T3Ster ermöglicht es Systemintegratoren (Hersteller von Kfz-Beleuchtung, Automobil-OEMs sowie Kunden in sicherheitskritischen Industriebereichen), viel leichter und schneller als je zuvor die Wärmewiderstandsdaten der Anbieter während des Designs zu verifizieren und eingehende COTS-Bauteile zu testen, bevor diese in die Produktion gehen.
* Dr. John Parry Mechanical Analysis Division, Mentor Graphics Corporation.
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